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Beauty – Bücher – Blockbuster


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Buchtipp: Herding Cats von Sarah Andersen

73767974-00-00Wie ich hier auf dem Blog bereits erwähnt habe, ist Sarah Andersen meine absolute Lieblingscartoonistin. Als also vor kurzem ihr drittes Buch, Herding Cats, veröffentlicht worden ist, habe ich es mir direkt am Erscheinungstag gesichert. In den Cartoons geht es meist um Alltagssituationen, mit denen man als junge Frau/ Künstlerin/ introvertierte Person konfrontiert wird und die dadurch besonders lustig werden, dass man sich selbst darin wiederfindet. Neben den kurzen Cartoons, wie sie auch auf Sarahs Homepage zu finden sind, gibt es in dem Buch auch zwei etwas längere Bildergeschichten, die unter dem Motto „Making Stuff in the Modern Era: A Guide for the Young Creative“ stehen und die mich zum Schmunzeln gebracht und mir ebenso gut gefallen haben wie die Cartoons. Der Look des Buches mit dem weichen Stoff auf dem Pullover der Titelfigur und der Überschrift passt gut zu den Geschichten und die Verarbeitung des insgesamt 108-seitigen Bandes ist solide. Bisher ist von Sarahs drei Bücher nur ihr Erstlingswerk auf Deutsch erschienen, allerdings denke ich, dass die Cartoons durch die geringe Menge an Text auch für LeserInnen mit mittelmäßigen Englisch-Kenntnissen verständlich sein dürften. In Deutschland bekommt ihr das Buch für etwa 12,00 Euro im Handel. Alle Fans von Sarah’s Scribbles werden sicherlich ihre Freude an dem Büchlein haben.

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Stellas Best of 2017: Bücher

So gegen Ende des Jahres gehört ein kleiner Rückblick ja schon fast zum guten Ton – auch bei mir wird es ein paar „Best of“-Beiträge zum Sachen geben, die mir in diesem Jahr besonders gut gefallen haben. Beginnen möchte ich mit dem Bereich Bücher. Beim Zusammenstellen meiner Top Ten ist mir aufgefallen, dass ausnahmslos alle meine Favoriten zu Buch-Serien gehören… 😊 Geht es euch auch so, dass ihr gern Buch-Reihen lest? Mir gefällt daran vor allem, dass man die einzelnen Romanfiguren über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten und besser kennenlernen kann.

Hier sind also meine Lieblingsbücher des Jahres 2017: bestof1

  • Die „Jane Rizzoli & Maura Isles“-Serie von Tess Gerritsen begleitet mich schon seit einer ganzen Weile durch mein Leben und ich freue mich jedes Mal wie ein Schneekönig, wenn ein neuer Teil angekündigt wird. Im inzwischen zwölften Roman um Polizistin Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles untersuchen die beiden den Fall einer ermordeten Studentin, deren Leiche postmortem verstümmelt worden ist. Es macht gewohnt viel Spaß, Jane und Maura bei ihren Ermittlungen zu beobachten und natürlich auch selbst mitzuraten. Die wechselnden Perspektiven machen diesen Thriller richtig spannend – das gibt eine starke Weiterempfehlung von mir! Wer bisher noch nichts aus der Reihe gelesen hat, dem empfehle ich jedoch, mit dem ersten Band, „Die Chirurgin“ zu beginnen, diesen habe ich bereits hier auf dem Blog vorgestellt. „Blutzeuge“ ist in deutscher Übersetzung von Andreas Jäger beim Limes Verlag erschienen. Die gebundene Fassung kostet 19,99 Euro und das E-Book gibt es zum Preis von 15,99 Euro.
  • „Der Galgen von Tyburn“ ist der sechste Band der „Peter Grant“-Serie von Ben Aaronovitch. Hier wird der Magier-Polizist Peter Grant erneut in allerlei übernatürliche Kriminalfälle verwickelt, was gewohnt witzig, spannend und abgefahren zu lesen ist. Den ersten Teil der Reihe, „Die Flüsse von London“, habe ich euch hier auf dem Blog bereits vorgestellt. „Der Galgen von Tyburn“ ist in deutscher Übersetzung von Christine Blum beim dtv erschienen. Die Taschenbuch-Ausgabe ist zum Preis von 10,95 Euro und das E-Book zum Preis von 8,99 Euro erhältlich.
  • Kein anderes Buch habe ich 2017 so sehnsüchtig erwartet wie „Lord of Shadows“, die Fortsetzung zu „Lady Midnight“. Der Roman spielt in Cassandra Clares „Schattenjäger“-Universum und ist zeitlich nach den Ereignissen ihrer „The Mortal Instruments“-Serie angesiedelt. Da ich von „Lady Midnight“ so begeistert war, waren meine Erwartungen an „Lord of Shadows“ verdammt hoch – und wurden von dem Roman tatsächlich noch übertroffen! Das Einzige, was mich gestört hat, war das – hmm, sagen wir mal – offene Ende. Am liebsten hätte ich sofort weiter gelesen, aber da es für den nächsten Band noch nicht einmal ein angekündigtes Erscheinungsdatum gibt, muss ich mich wohl oder übel in Geduld üben… „Lord of Shadows“ ist in deutscher Übersetzung von Franca Fritz und Heinrich Koop im Goldmann Verlag erschienen. Die gebundene Ausgabe kostet 19,99 Euro und das E-Book 14,99 Euro.
  • Den Auftaktband zur „These Broken Stars“-Serie von Amie Kaufman und Meagan Spooner habe ich zufällig in der Bücherei entdeckt und ohne große Erwartungen eingesteckt. Wie positiv überrascht ich von dem Roman dann schließlich war, könnt ihr in meinem entsprechenden Blog-Beitrag nachlesen. „These Broken Stars – Lilac und Tarver“ ist in deutscher Übersetzung von Stefanie Frieda Lemke im Carlsen Verlag erschienen. Die Hardcover-Ausgabe ist zum Preis von 19,99 Euro erhältlich, das E-Book kostet 13,99 Euro.
  • „Weiße Magie – Vorsicht Stufe“ ist der zweite Band von Steve Hockensmiths Cosy Crime-Reihe um Tarotladen-Besitzerin Alanis McLachlan, die in einer Kleinstadt in Arizona mithilfe ihrer magischen Karten (an die sie eigentlich nicht einmal glaubt) wider Willen Verbrechen aufklärt. Genauso wie der erste Teil „Weiße Magie – Mordsgünstig“ überzeugt auch die Fortsetzung vor allem durch die schlagfertige Protagonistin Alanis und ihre Tricks. „Weiße Magie – Vorsicht Stufe“ ist in deutscher Übersetzung von Britta Mümmler beim dtv erschienen. Die Taschenbuch-Ausgabe kostet 9,95 Euro und das E-Book 7,99 Euro.Bestof2
  • Von dem Buch „The Thousandth Floor“ habe erstmals etwas mitbekommen, als einige Leserinnen in der Blogosphäre über das deutsche Cover und/oder den deutschen Titel debattiert haben. Die Story des Buchs hat mich sofort angesprochen: in der nahen Zukunft leben Menschen in riesigen Hochhäusern – je weiter oben man wohnt, desto höher ist der gesellschaftliche Status. Im tausendstöckigen New Yorker Tower überschneiden sich die Leben einiger Teenager aus unterschiedlichen Stockwerken auf fatale Art und Weise… Der Roman hat mich als Leserin sofort in seinen Bann gezogen und innerhalb weniger Tage hatte ich ihn durchgesuchtet – und war super glücklich, als ich gesehen habe, dass der zweite Teil schon erhältlich ist (den ich dann genauso schnell durchgelesen habe…) Ich persönlich finde das amerikanische Cover hübscher als das deutsche, aber so furchtbar schlimm wie einige andere finde ich das deutsche Titelbild auch nicht. In Deutschland ist der Roman unter dem Titel „Beautiful Liars: Verbotene Gefühle“ in der Übersetzung von Franziska Jaekel bei Ravensburger erschienen. Die Hardcover-Ausgabe gibt es zum Preis von 17,00 Euro und das E-Book ist für 14,99 Euro zu haben.
  • Normalerweise stehe ich nicht so auf Superhelden-Comics, aber Kamala Khan alias Ms. Marvel hat mein Herz im Sturm erobert! Noch nie zuvor habe ich eine so sympathische Superheldin gesehen, mit der ich mir tatsächlich vorstellen könnte, befreundet zu sein, wenn sie real wäre. Meinen großen Begeisterungssturm könnt ihr nochmal hier auf dem Blog nachlesen. In Deutschland erscheint Ms. Marvel bei Panini, in gedruckter Form kostet der Comic 16,99 Euro, als E-Book 12,99 Euro.
  • Habt ihr schon von Libba Brays „Diviners“-Serie gehört? Die Reihe um Teenager mit übernatürlichen Fähigkeiten, die im New York der 1920er Jahre versuchen, den Weltuntergang zu verhindern, gehört zu meinen absoluten Jugendbuch-Favoriten, Band 1 habe ich euch bereits hier auf dem Blog vorgestellt. Im Oktober diesen Jahres ist nun der dritte Teil erschienen und weil ich nicht länger warten wollte, habe ich ihn mir im englischsprachigen Original geholt. Meiner Meinung nach ist das der Beste aller bisherigen Diviners-Teile! Ein deutscher Erscheinungstermin steht leider noch nicht fest. Als englischsprachiges E-Book bekommt ihr den Roman zum Beispiel hier für schlappe 4,99 Euro, als gebundene Ausgabe oder Taschenbuch ist er etwas teurer (17,49 Euro bzw. 9,49 Euro).
  • Dass ich ein Fan von Colin Cotterills Geister sehendem Pathologen Dr. Siri bin, habe ich hier auf dem Blog schon mal erwähnt. Seine Kriminalromane, die im Laos der 1970er Jahre spielen, schaffen es immer wieder, mich zum Schmunzeln und Mitfiebern zu bringen. Auch Dr. Siris zehnter Fall, der im Juli nächsten Jahres unter dem Titel „Dr. Siri und die Tränen der Madame Daeng“ auf Deutsch erscheint, bildet da keine Ausnahme: Ich habe gelacht, mich erschrocken und Dr. Siri die Daumen gedrückt… Wer nicht bis Juli warten möchte, kann den Roman schon jetzt im englischen Original lesen. „Six and a half deadly sins“ kostet als E-Book 4,49 Euro, als Taschenbuch ist es acht Euro teurer.
  • Becky Chambers‘ Debütroman „Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten“ hat mich total vom Hocker gehauen: er war witzig, stellenweise nachdenklich und hat teilweise echt auf die Tränendrüsen gedrückt, mich jedoch gleichzeitig am Ende mit guter Laune zurückgelassen. In der Fortsetzung verfolgen wir den weiteren Weg der künstlichen Intelligenz Lovelace, die sich an das Leben in einem menschenartigen Körper gewöhnen muss. Dabei hilft ihr Pepper, die bereits als Nebenfigur im Vorgänger aufgetaucht ist. Im Gegensatz zum „Langen Weg“ konzentriert sich der zweite Teil der „Wayfarer“-Reihe nur auf zwei Hauptfiguren, zu denen wir Leser dadurch eine engere Beziehung aufbauen können. Sowohl Lovelaces auch Peppers Storyline konnten mich fesseln und es fällt mir schwer zu entscheiden, welche von beiden mich mehr berührt hat. Schon im nächsten Monat erscheint der Roman in deutscher Übersetzung von Karin Will unter dem Titel „Zwischen zwei Sternen“ bei Fischer TOR, sowohl die Taschenbuchausgabe als auch das E-Book werden zum Preis von je 9,99 Euro erhältlich sein.

Was waren eure Lese-Highlights des Jahres 2017?


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Comic-Tipp: Ms. Marvel (Volume 1)

513jeuiztel-_sx321_bo1204203200_Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich hin und wieder gerne mal einen Graphic Novel oder Manga zur Hand nehme. An so einen richtig klassischen Superhelden-Comic habe ich mich lange Zeit noch nicht herangetraut, bis ich vor kurzem gesehen habe, dass Amazon Prime-Mitglieder über Prime Reading eine ganze Reihe von Romanen gratis lesen können. Mit dabei ist auch der erste Band der im Jahr 2014 begonnenen Ms. Marvel Comic-Serie. Im Mittelpunkt der Comics steht die 16-jährige Kamala Khan, die als Tochter pakistanischer Einwanderer in New Jersey lebt. Wir lernen Kamala als einen etwas schüchternen Teenager kennen, der als Hobby Avengers-Fanfiction schreibt und sich danach sehnt, einfach nur dazuzugehören und nicht auf Grund ihrer kulturellen Herkunft ausgeschlossen zu werden. Kamala ist von Anfang an sehr sympathisch und ich bin sicherlich nicht die Einzige, die Kamalas Frustration nachfühlen kann, als ihre Eltern ihr verbieten, eine Party zu besuchen. Heimlich schleicht Kamala sich dennoch raus, nur um kurze Zeit später von einem mysteriösen Nebel erfasst zu werden, der ihr spezielle Kräfte verleiht…

Was mir an Ms. Marvel besonders gut gefallen hat, ist einfach, wie normal Kamala rüberkommt. Ich als Leserin konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren (obwohl ich weder pakistanischer noch US-amerikanischer Herkunft bin) und ihr Verhalten bei den Begegnungen mit den anderen Figuren wirkt glaubhaft auf mich. Außerdem ist der Comic humorvoll geschrieben und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Die Geschichte des Comics kommt eher gemächlich in Fahrt, so dass dem Leser genügend Zeit bleibt, die Charaktere besser kennenzulernen. Insgesamt war meine erste persönliche Auseinandersetzung mit einem Superhelden-Comic eine angenehme Lese-Erfahrung für mich (wobei ich sagen muss, dass ich es deutlich schöner finde, Comics in Papierform zu lesen). Im englischsprachigen Original kostet der Comic als Taschenbuch um die 12 Euro. Ms. Marvel ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich, und zwar beim Panini Verlag. Erschienen ist der erste Band dort unter dem Titel Ms. Marvel: Meta-Morphose und kostet 16,99 Euro.


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Manga-Tipp: Die Stadt, in der es mich nicht gibt von Kei Sanbe

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© TOKYOPOP GmbH

Was Mangas betrifft, bin ich eher eine Gelegenheitsleserin – hin und wieder bekomme ich Lust einen Comic im japanischen Stil und stöbere dann ein wenig in der entsprechenden Bibliotheks- bzw. Buchhandlungsabteilung. Dabei habe ich gerade eine Serie namens Die Stadt, in der es mich nicht gibt für mich entdeckt, von der ich euch heute den ersten Band vorstellen möchte. Angesprochen haben mich vor allem das wunderschöne Cover sowie der Klappentext, der eine spannende Geschichte mit Zeitreisen verspricht.

Der Protagonist dieser Serie ist der 28-jährige Satoru Fujinuma, ein angehender Managaka, dem noch nicht der Durchbruch gelungen ist und der deshalb als Lieferjunge für einen Pizza-Service arbeiten muss. Satoru hat eine merkwürdige Fähigkeit: jedes Mal, wenn in seiner direkten Umgebung ein Unglück geschieht, durchlebt er immer wieder die letzten Augenblicke vor dem Vorfall, bis es ihm gelingt, das Desaster zu verhindern. Als jedoch in Satorus Umfeld ein Verbrechen geschieht, das mit einer Mordserie an Grundschülern zusammenhängt, die sich 18 Jahre zuvor ereignet hat, schlüpft Satoru zurück in sein 10-jähriges Selbst, um die schrecklichen Taten zu verhindern…

Der erste Band von Die Stadt, in der es mich nicht gibt hat mich mit seiner mitreißenden Geschichte und den schwarz-weißen, eher schlicht und realistisch gehaltenen Bildern überzeugt, so dass ich mir sofort die Folgebände besorgt habe. Der Manga ist in deutscher Übersetzung von Gandalf Bartholomäus bei TOKYOPOP erschienen. Die Taschenbuchausgabe kostet 12,00 Euro, das E-Book ist zum Preis von 7,99 Euro erhältlich. Insgesamt umfasst die Serie acht Bände, von denen sechs bereits in Deutschland erschienen sind, Band 7 folgt am 15. September 2016.


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Stellas Top 3: Graphic Novels

Spaß daran, Graphic Novels zu lesen, habe ich – ehrlich gesagt – erst spät entwickelt: lange hatte ich, wenn ich das Wort Comic gehört habe, nur alberne Superhelden-Heftchen und quietschbunte, erotisch angehauchte Mangas im Kopf. Mit Mitte 20 wurde ich jedoch neugierig auf die als Graphic Novel betitelten angeblich anspruchsvolleren Comics und habe beim Stöbern in der Bibliothek gleich an paar überzeugende Exemplare gefunden, die ich euch nun hier vorstellen möchte:

© CARLSEN Verlag GmbH

© CARLSEN Verlag GmbH

Platz 3: Anne Frank – Die Comic-Biografie von Ernie Colon und Sid Jacobsen

Wenn es euch so wie mir geht, dann habt ihr Anne Franks Tagebuch zwischendurch mal irgendwann in der Schule behandelt, ohne dass es einen starken Eindruck bei euch hinterlassen hat und denkt euch: „Die Geschichte von dem armen Mädchen kenne ich längst, wozu soll ich das Ganze noch als Comic lesen?“ Meiner Meinung nach gelingt es dem Graphic Novel noch besser als dem orginalen Tagebuch, ein Gefühl für Anne Frank und ihre Lebensumstände zu entwickeln: der Leser ist irgendwie ’näher dran‘ an Familie Frank. Liebevoll gestaltete Bilder wechseln sich mit historischen Fotos und Übersichten über die geschichtlichen Ereignisse ab und schaffen so ein stimmiges Gesamtbild.

Anne Frank – Die Comic-Biografie von Ernie Colon und Sid Jacobsen ist in Deutschland im Carlsen Verlag als Hardcover-Buch erschienen und kostet 16,90 Euro.

© Verlag bbb Edition Moderne AG

© Verlag bbb Edition Moderne AG

Platz 2: Persepolis von Marjane Satrapi

Die iranisch-französische Autorin Marjane Satrapi erzählt in Persepolis von ihrer Kindheit im Iran, ihrem Leben im Exil in Wien, ihrer Rückkehr in ihr Heimatland sowie ihrer Entscheidung zur Emigration nach Frankreich. Die (inzwischen auch verfilmte) Autobiographie zieht den Leser mit klaren, einfach gehaltenen, Schwarz-Weiß-Bildern in seinen Bann und erlaubt Einblicke in das iranische Alltagsleben ebenso wie in die Exil-Erfahrung der Autorin.

In deutscher Sprache ist Persepolis im Schweizer Verlag Edition Moderne erschienen und in Klappenbroschur für 25 Euro erhältlich. (Die verlinkte Gesamtausgabe umfasst Band 1, Eine Kindheit im Iran, sowie Band 2, Jugendjahre.)

© CARLSEN Verlag

© CARLSEN Verlag GmbH

Platz 1: Blankets von Craig Thompson

Die semi-autobiographische Coming-of-Age-Geschichte des US-amerikanischen Autors Craig Thompson war die erste Graphic Novel, die ich in die Hand genommen habe und hat mich persönlich tief bewegt. Die Hauptfigur Craig wächst in einem konservativen christlichen Haushalt auf und lässt den Leser teilhaben an den größeren und kleineren Problemen seines Alltagslebens, von Streit mit seinem Bruder, seiner ersten großen Liebe bis hin zu seiner Glaubenskrise und seiner Entscheidung, einen schließlich Lebensweg einzuschlagen, mit dem seine Familie nicht einverstanden ist. Während des Lesens habe ich zwischendurch einfach nur minutenlang auf die wunderschön gestalteten Schwarz-Weiß-Zeichnungen gestarrt und dabei eine fast euphorische ästhetische Freude empfunden.

In Deutschland ist Blankets im Carlsen Verlag erschienen. Am 30. Juni 2015 erscheint eine Taschenbuch-Ausgabe für 19,99 Euro, zudem gibt es auch eine Hardcover-Ausgabe für 38 Euro.