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Beauty – Bücher – Blockbuster


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Comic-Tipp: Ms. Marvel (Volume 1)

513jeuiztel-_sx321_bo1204203200_Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich hin und wieder gerne mal einen Graphic Novel oder Manga zur Hand nehme. An so einen richtig klassischen Superhelden-Comic habe ich mich lange Zeit noch nicht herangetraut, bis ich vor kurzem gesehen habe, dass Amazon Prime-Mitglieder über Prime Reading eine ganze Reihe von Romanen gratis lesen können. Mit dabei ist auch der erste Band der im Jahr 2014 begonnenen Ms. Marvel Comic-Serie. Im Mittelpunkt der Comics steht die 16-jährige Kamala Khan, die als Tochter pakistanischer Einwanderer in New Jersey lebt. Wir lernen Kamala als einen etwas schüchternen Teenager kennen, der als Hobby Avengers-Fanfiction schreibt und sich danach sehnt, einfach nur dazuzugehören und nicht auf Grund ihrer kulturellen Herkunft ausgeschlossen zu werden. Kamala ist von Anfang an sehr sympathisch und ich bin sicherlich nicht die Einzige, die Kamalas Frustration nachfühlen kann, als ihre Eltern ihr verbieten, eine Party zu besuchen. Heimlich schleicht Kamala sich dennoch raus, nur um kurze Zeit später von einem mysteriösen Nebel erfasst zu werden, der ihr spezielle Kräfte verleiht…

Was mir an Ms. Marvel besonders gut gefallen hat, ist einfach, wie normal Kamala rüberkommt. Ich als Leserin konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren (obwohl ich weder pakistanischer noch US-amerikanischer Herkunft bin) und ihr Verhalten bei den Begegnungen mit den anderen Figuren wirkt glaubhaft auf mich. Außerdem ist der Comic humorvoll geschrieben und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Die Geschichte des Comics kommt eher gemächlich in Fahrt, so dass dem Leser genügend Zeit bleibt, die Charaktere besser kennenzulernen. Insgesamt war meine erste persönliche Auseinandersetzung mit einem Superhelden-Comic eine angenehme Lese-Erfahrung für mich (wobei ich sagen muss, dass ich es deutlich schöner finde, Comics in Papierform zu lesen). Im englischsprachigen Original kostet der Comic als Taschenbuch um die 12 Euro. Ms. Marvel ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich, und zwar beim Panini Verlag. Erschienen ist der erste Band dort unter dem Titel Ms. Marvel: Meta-Morphose und kostet 16,99 Euro.


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Manga-Tipp: Die Stadt, in der es mich nicht gibt von Kei Sanbe

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© TOKYOPOP GmbH

Was Mangas betrifft, bin ich eher eine Gelegenheitsleserin – hin und wieder bekomme ich Lust einen Comic im japanischen Stil und stöbere dann ein wenig in der entsprechenden Bibliotheks- bzw. Buchhandlungsabteilung. Dabei habe ich gerade eine Serie namens Die Stadt, in der es mich nicht gibt für mich entdeckt, von der ich euch heute den ersten Band vorstellen möchte. Angesprochen haben mich vor allem das wunderschöne Cover sowie der Klappentext, der eine spannende Geschichte mit Zeitreisen verspricht.

Der Protagonist dieser Serie ist der 28-jährige Satoru Fujinuma, ein angehender Managaka, dem noch nicht der Durchbruch gelungen ist und der deshalb als Lieferjunge für einen Pizza-Service arbeiten muss. Satoru hat eine merkwürdige Fähigkeit: jedes Mal, wenn in seiner direkten Umgebung ein Unglück geschieht, durchlebt er immer wieder die letzten Augenblicke vor dem Vorfall, bis es ihm gelingt, das Desaster zu verhindern. Als jedoch in Satorus Umfeld ein Verbrechen geschieht, das mit einer Mordserie an Grundschülern zusammenhängt, die sich 18 Jahre zuvor ereignet hat, schlüpft Satoru zurück in sein 10-jähriges Selbst, um die schrecklichen Taten zu verhindern…

Der erste Band von Die Stadt, in der es mich nicht gibt hat mich mit seiner mitreißenden Geschichte und den schwarz-weißen, eher schlicht und realistisch gehaltenen Bildern überzeugt, so dass ich mir sofort die Folgebände besorgt habe. Der Manga ist in deutscher Übersetzung von Gandalf Bartholomäus bei TOKYOPOP erschienen. Die Taschenbuchausgabe kostet 12,00 Euro, das E-Book ist zum Preis von 7,99 Euro erhältlich. Insgesamt umfasst die Serie acht Bände, von denen sechs bereits in Deutschland erschienen sind, Band 7 folgt am 15. September 2016.


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Stellas Top 3: Graphic Novels

Spaß daran, Graphic Novels zu lesen, habe ich – ehrlich gesagt – erst spät entwickelt: lange hatte ich, wenn ich das Wort Comic gehört habe, nur alberne Superhelden-Heftchen und quietschbunte, erotisch angehauchte Mangas im Kopf. Mit Mitte 20 wurde ich jedoch neugierig auf die als Graphic Novel betitelten angeblich anspruchsvolleren Comics und habe beim Stöbern in der Bibliothek gleich an paar überzeugende Exemplare gefunden, die ich euch nun hier vorstellen möchte:

© CARLSEN Verlag GmbH

© CARLSEN Verlag GmbH

Platz 3: Anne Frank – Die Comic-Biografie von Ernie Colon und Sid Jacobsen

Wenn es euch so wie mir geht, dann habt ihr Anne Franks Tagebuch zwischendurch mal irgendwann in der Schule behandelt, ohne dass es einen starken Eindruck bei euch hinterlassen hat und denkt euch: „Die Geschichte von dem armen Mädchen kenne ich längst, wozu soll ich das Ganze noch als Comic lesen?“ Meiner Meinung nach gelingt es dem Graphic Novel noch besser als dem orginalen Tagebuch, ein Gefühl für Anne Frank und ihre Lebensumstände zu entwickeln: der Leser ist irgendwie ’näher dran‘ an Familie Frank. Liebevoll gestaltete Bilder wechseln sich mit historischen Fotos und Übersichten über die geschichtlichen Ereignisse ab und schaffen so ein stimmiges Gesamtbild.

Anne Frank – Die Comic-Biografie von Ernie Colon und Sid Jacobsen ist in Deutschland im Carlsen Verlag als Hardcover-Buch erschienen und kostet 16,90 Euro.

© Verlag bbb Edition Moderne AG

© Verlag bbb Edition Moderne AG

Platz 2: Persepolis von Marjane Satrapi

Die iranisch-französische Autorin Marjane Satrapi erzählt in Persepolis von ihrer Kindheit im Iran, ihrem Leben im Exil in Wien, ihrer Rückkehr in ihr Heimatland sowie ihrer Entscheidung zur Emigration nach Frankreich. Die (inzwischen auch verfilmte) Autobiographie zieht den Leser mit klaren, einfach gehaltenen, Schwarz-Weiß-Bildern in seinen Bann und erlaubt Einblicke in das iranische Alltagsleben ebenso wie in die Exil-Erfahrung der Autorin.

In deutscher Sprache ist Persepolis im Schweizer Verlag Edition Moderne erschienen und in Klappenbroschur für 25 Euro erhältlich. (Die verlinkte Gesamtausgabe umfasst Band 1, Eine Kindheit im Iran, sowie Band 2, Jugendjahre.)

© CARLSEN Verlag

© CARLSEN Verlag GmbH

Platz 1: Blankets von Craig Thompson

Die semi-autobiographische Coming-of-Age-Geschichte des US-amerikanischen Autors Craig Thompson war die erste Graphic Novel, die ich in die Hand genommen habe und hat mich persönlich tief bewegt. Die Hauptfigur Craig wächst in einem konservativen christlichen Haushalt auf und lässt den Leser teilhaben an den größeren und kleineren Problemen seines Alltagslebens, von Streit mit seinem Bruder, seiner ersten großen Liebe bis hin zu seiner Glaubenskrise und seiner Entscheidung, einen schließlich Lebensweg einzuschlagen, mit dem seine Familie nicht einverstanden ist. Während des Lesens habe ich zwischendurch einfach nur minutenlang auf die wunderschön gestalteten Schwarz-Weiß-Zeichnungen gestarrt und dabei eine fast euphorische ästhetische Freude empfunden.

In Deutschland ist Blankets im Carlsen Verlag erschienen. Am 30. Juni 2015 erscheint eine Taschenbuch-Ausgabe für 19,99 Euro, zudem gibt es auch eine Hardcover-Ausgabe für 38 Euro.