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Beauty – Bücher – Blockbuster


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Buch vs. Serie: American Gods

Vorneweg sollte ich bei diesem Beitrag enthüllen, dass ich die American Gods-Fernsehserie keineswegs neutral beurteilen kann, da die Romanvorlage seit Jahren eines meiner absoluten Lieblingsbücher ist. Deshalb fange ich gleich damit an, euch den American Gods Roman vorzustellen.

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© Bastei Lübbe AG

Im Zentrum der Geschichte steht Protagonist Shadow Moon, der aufgrund des Unfalltodes seiner Ehefrau frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird. Im Anschluss wird er von dem mysteriösen Mr. Wednesday als Bodyguard/Assistent angeheuert, woraufhin die beiden sich gemeinsam auf eine Reise durch die Vereinigten Staaten von Amerika begeben. Schnell merkt Shadow, dass Mr. Wednesday und die Personen, denen er auf der Reise begegnet, mehr sind als nur einfache Menschen… Die Haupthandlung um Shadows Reise wird zwischendurch immer mal wieder unterbrochen von kleinen Nebenerzählungen, in denen die Leser erfahren, wie unterschiedliche Menschen im Laufe der Zeit ihre Götter nach Amerika mitgebracht haben. Ich muss zugeben, dass mich diese Geschichten oft stärker gefesselt haben als der Haupthandlungsstrang, was einerseits daran liegt, dass die Nebenerzählungen meist sehr emotional ergreifend sind, und andererseits daran, dass die Geschichte um Shadow und Mr. Wednesday eher gemächlich voranschreitet und man – wenn man das Buch zum ersten Mal liest – nicht so wirklich weiß, worauf deren Reise schließlich hinauslaufen soll. Gegen Ende des Romans gibt es dann allerdings durchaus einige Aha-Erlebnisse, die für die anfängliche Verwirrung entschädigen. Besonders zu empfehlen ist der Roman für Mythologie-Nerds (wie mich), die ihren Spaß daran haben dürften, die mit Code-Namen versehenen übernatürlichen Wesen zu erkennen, bevor dies das Buch für einen erledigt. Genre-technisch wartet American Gods sowohl mit Fantasy- als auch mit Horror-Elementen auf, ist also nichts für zartbesaitete Leser. Zudem merkt man dem Roman sein stolzes Alter von sechzehn Jahren schon an, vor allem, was die verwendete Technik betrifft. Empfehlen kann ich American Gods dennoch allen Lesern, die der vorhin genannte Genre-Mix anspricht. Erhältlich ist American Gods in deutscher Übersetzung von Hannes Riffel beim Eichborn Verlag. Die Paperback-Version kostet 14,00 Euro, während das E-Book für 10,99 Euro verfügbar ist. Es gibt auch eine Hörbuchfassung: die ungekürzte Lesung mit Stefan Kaminski kostet auf CD 12,99 Euro und als Download 9,99 Euro.

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© Studiocanal

Als ich zum ersten Mal gehört habe, dass American Gods verfilmt werden soll, war ich zunächst sehr skeptisch: wie soll man das 672 Seiten starke Werk in ein TV-Format bringen, das sowohl für Buch-Kenner als auch für Neulinge interessant ist? Bereits nach der ersten Episode war ich jedoch vollkommen überzeugt. Die Serie orientiert sich stark an der Romanvorlage und verwandelt den an magischen Realismus erinnernden Stil des Buches in hypnotische Bilder. Shadow, mit dem ich im Roman nicht so richtig warm geworden bin, wird durch die fantastische Darstellung von Ricky Whittle deutlich zugänglicher und sympathischer. Auch die Nebenfiguren sind gut besetzt und können überzeugen. Die Serie erweitert die Romanhandlung um zusätzliche Szenen, die jedoch nie fehl am Platz wirken. Wie schon das Buch bindet auch die Serie Fantasy- und Horror-Elemente ein und enthält explizite Gewaltdarstellungen. Auch in diesem Format finde ich die Nebenerzählungen wieder besonders gut gelungen, während die Haupthandlung (wie im Roman) gemächlich dahin plättschert, was auf diejenigen, die den Roman nicht kennen, eventuell abschreckend wirken könnte. Ich vermute also, dass Buch-KennerInnen mehr Freude an der TV-Serie haben dürften als komplette Neulinge, denke aber, dass sie durchaus für beide geeignet ist. Amazon-Prime-KundInnen können die erste Staffel ohne zusätzliche Kosten über Amazon Video streamen. Außerdem gibt es die erste Staffel auf DVD (zum Preis von 23,99 Euro) sowie auf Blu-ray (zum Preis von 29,99 Euro).

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Buch-Tipp: Chocolate Chip Cookie Murder von Joanne Fluke

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© Headline Publishing Group

Vor meiner Sommerurlaubsreise wollte ich meinen Tolino mit genug neuen E-Books bestücken, damit mir zwei Wochen lang nicht der Lesestoff ausgeht (dieses Mal habe ich achteinhalb Romane gelesen). Auf der Suche nach günstigen E-Books bin ich dann auf die Hannah Swenson-Reihe von Joanne Fluke gestoßen. Die Protagonistin dieser Cosy Crime-Serie ist die Konditorin und Café-Betreiberin Hannah Swenson, die die Bewohner der Kleinstadt Lake Eden in Minnesota mit köstlichen Cookies versorgt. Im ersten Band der Serie, Chocolate Chip Cookie Murder, findet die sympathische End-Zwanzigerin die Leiche eines ihrer Lieblingskunden. Ron LaSalle, ehemaliger Highschool-Football-Star und derzeitiger Milchmann der Cozy Cow Dairy, liegt erschossen in seinem Lieferwagen, umgeben von Hannahs Chocolate Chip Cookies. Als Hannahs Schwager die Ermittlungen übernimmt, hilft Hannah ihm natürlich gern, schließlich hat er eine Beförderung in Aussicht. Mithilfe ihrer leckeren Kekse gelingt es Hannah, wertvolle Informationen zu dem Fall zu sammeln…

Der Reiz dieses Cosy Crime-Romans liegt vor allem in der liebenswerten Hauptfigur Hannah und in den vielen interessanten Nebenfiguren, die Lake Eden bevölkern (u.a. Hannahs Kater Moishe, der genauso wenig von den verzweifelten Verkupplungsversuchen ihrer Mutter begeistert ist wie sie selbst). Zusätzlich zu dem spannenden Kriminalfall mit humorvollen Elementen bietet das Buch insgesamt sieben Rezepte für die Cookies, die in dem Roman eine Rolle spielen (ausprobiert habe ich bisher noch keines, da ich das E-Book im Urlaub gelesen habe, aber sie klingen alle ziemlich lecker). Ich empfehle Chocolate Chip Cookie Murder deshalb allen Cosy Crime-Fans und Naschkatzen! Bisher ist der Roman nur in englischer Sprache verfügbar – vom sprachlichen Niveau her würde ich den Text am ehesten mit Agatha Christie vergleichen, wer also schon einmal einen ihrer Krimi-Klassiker im Original gelesen hat, dürfte auch mit diesem Buch keine Verständnisprobleme haben. Die E-Book-Ausgabe des britischen Verlags Headline ist momentan zum absoluten Schnäppchenpreis von 1,99 Euro (!) erhältlich. Den Roman gibt es auch im Taschenbuch-Format für 6,99 Euro. Die ersten drei Romane der (inzwischen 22 Titel umfassenden) Reihe sind zudem unter dem Titel Murder, she baked verfilmt worden, allerdings bisher noch nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlt worden.


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Comic-Tipp: Ms. Marvel (Volume 1)

513jeuiztel-_sx321_bo1204203200_Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, weiß, dass ich hin und wieder gerne mal einen Graphic Novel oder Manga zur Hand nehme. An so einen richtig klassischen Superhelden-Comic habe ich mich lange Zeit noch nicht herangetraut, bis ich vor kurzem gesehen habe, dass Amazon Prime-Mitglieder über Prime Reading eine ganze Reihe von Romanen gratis lesen können. Mit dabei ist auch der erste Band der im Jahr 2014 begonnenen Ms. Marvel Comic-Serie. Im Mittelpunkt der Comics steht die 16-jährige Kamala Khan, die als Tochter pakistanischer Einwanderer in New Jersey lebt. Wir lernen Kamala als einen etwas schüchternen Teenager kennen, der als Hobby Avengers-Fanfiction schreibt und sich danach sehnt, einfach nur dazuzugehören und nicht auf Grund ihrer kulturellen Herkunft ausgeschlossen zu werden. Kamala ist von Anfang an sehr sympathisch und ich bin sicherlich nicht die Einzige, die Kamalas Frustration nachfühlen kann, als ihre Eltern ihr verbieten, eine Party zu besuchen. Heimlich schleicht Kamala sich dennoch raus, nur um kurze Zeit später von einem mysteriösen Nebel erfasst zu werden, der ihr spezielle Kräfte verleiht…

Was mir an Ms. Marvel besonders gut gefallen hat, ist einfach, wie normal Kamala rüberkommt. Ich als Leserin konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren (obwohl ich weder pakistanischer noch US-amerikanischer Herkunft bin) und ihr Verhalten bei den Begegnungen mit den anderen Figuren wirkt glaubhaft auf mich. Außerdem ist der Comic humorvoll geschrieben und hat mich oft zum Schmunzeln gebracht. Die Geschichte des Comics kommt eher gemächlich in Fahrt, so dass dem Leser genügend Zeit bleibt, die Charaktere besser kennenzulernen. Insgesamt war meine erste persönliche Auseinandersetzung mit einem Superhelden-Comic eine angenehme Lese-Erfahrung für mich (wobei ich sagen muss, dass ich es deutlich schöner finde, Comics in Papierform zu lesen). Im englischsprachigen Original kostet der Comic als Taschenbuch um die 12 Euro. Ms. Marvel ist auch in deutscher Übersetzung erhältlich, und zwar beim Panini Verlag. Erschienen ist der erste Band dort unter dem Titel Ms. Marvel: Meta-Morphose und kostet 16,99 Euro.


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(Jugend-)Buchtipp: These Broken Stars -Lilac und Tarver von Amie Kaufman und Meagan Spooner

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© CARLSEN Verlag GmbH

Heute habe ich mal wieder einen YA-Buchtipp für euch: egal, ob eure Sommerferien gerade erst anfangen oder schon vorbei sind, These Broken Stars – Lilac und Tarver entführt euch auf eine Reise der ganz besonderen Art. Beworben als „Titanic im All“ bietet dieser erste Band einer (inzwischen abgeschlossenen Trilogie) sympathische Hauptfiguren, große Gefühle, ein mysteriöses Setting sowie eine spannende Handlung mit überraschenden Wendungen.

Der Roman lebt vor allem durch seine Protagonisten, Lilac LaRoux und Major Tarver Merendsen. Oberflächlich betrachtet ist Lilacs Leben perfekt: als Tochter des Großindustriellen Roderick LaRoux wird sie sich niemals Sorgen um Geld machen müssen, zudem ist sie hübsch und beliebt. Tarver hingegen stammt aus einfachen Verhältnissen und hat sich durch Tapferkeit im Kampf den Status eines Kriegshelden erarbeitet. Die Beiden begegnen einander zufällig bei einer Soirée auf dem Luxus-Raumschiff Icarus und obwohl der Funke zwischen ihnen zunächst überzuspringen scheint, ist eine ernsthafte Beziehung über Klassenunterschiede hinweg für sie nicht denkbar. Dies ändert sich jedoch, als es auf der Icarus zu einer Katastrophe kommt und Lilac und Tarver zufällig in der gleichen Rettungskapsel landen, die schließlich auf einem fremdartigen Planeten abstürzt. Um in der unbekannten und gefährlichen Umgebung überleben zu können, müssen Tarver und Lilac ihre Differenzen überwinden und zusammen arbeiten. Nach und nach entwickeln die Beiden dabei immer stärkere Gefühle füreinander…

Auch wenn ich den „Titanic im Weltall“-Vergleich nachvollziehen kann (reiches Mädchen + armer Junge + Schiffbruch), hat mich der Stil des Romans doch eher an alte Abenteuer-Filme wie Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten (ist noch jemand hier alt genug, um diesen Film zu kennen?) erinnert. So vermeiden die Autorinnen es beispielsweise, dass die Handlung in Kitsch abgleitet, indem sie Lilac und Tarver sich in bester Screwball-Manier kabbeln lassen, was mir sehr gut gefallen hat und was auch durch den Perspektivenwechsel zwischen den einzelnen Kapitel sehr unterhaltsam rüberkommt. Allmählich fassen die beiden Figuren im Laufe des Romans dann Vertrauen zueinander und wachsen an den Herausforderungen, die der mysteriöse Planet ihnen in den Weg stellt (und erobern sich dabei einen Platz im Herzen der Leserin). Während ich die ersten drei Viertel des Buches eher als Romanze mit Abenteuer-Elementen bezeichnen würde, greift der Roman gegen Ende doch noch einige Science Fiction-Motive auf und überrascht mit einer (zumindest für mich) völlig unerwarteten Wendung, die jedoch meiner Meinung nach gut gelungen ist. Für wen ist dieser Roman also zu empfehlen? Ich denke, dass jede, die Liebesgeschichten zwischen Teenagern mit einem Ticken Abenteuer mag, ihren Spaß an These Broken Stars – Lilac und Tarver haben wird.

These Broken Stars – Lilac und Tarver von Amie Kaufman und Meagan Spooner ist in deutscher Übersetzung von Stefanie Frida Lemke beim Carlsen Verlag erschienen. Das gebundene Buch kostet 19,99 Euro, während die E-Book-Ausgabe zum Preis von 13,99 Euro erhältlich ist. Auf der Carlsen-Verlagswebsite findet ihr auch eine Leseprobe. Zudem sind zwei Hörbuchfassungen im Silberfisch Verlag erschienen: eine ungekürzte Lesung zum Preis von 24,95 Euro sowie eine gekürzte Version, die auf CD 19,99 Euro und als Download 13,95 Euro kostet.


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Sommerzeit ist Lesezeit!

Ich weiß ja nicht, wie es bei euch so aussieht, aber ich kann mir in meinem Sommerurlaub nichts Besseres vorstellen als zu lesen: gemütlich im Liegestuhl am Strand liegen, einen Cocktail schlürfen und dabei ein Buch in der Hand zu haben, ist so ziemlich das Beste, was es für mich gibt. Bei meinem Lesetempo komme ich allerdings schnell auf drei bis vier Bücher pro Woche und auf Reisen stößt man da mit der erlaubten Gepäckmenge bzw. -gewicht schnell an seine Grenzen. Deshalb bin ich sehr froh über meinen E-Book-Reader, auf dem ich mehr als zwei tausend E-Books gleichzeitig mit den Urlaub nehmen kann. IMG_3268Ich habe mich hierbei für ein Gerät der Marke Tolino entschieden. Preislich beginnen die Tolino-Reader bei um die 60 Euro für das Einstiegsmodell, die Premium-Variante ist etwa hundert Euro teurer. Für Tolino habe ich mich hauptsächlich deshalb entschieden, weil er kompatibel mit den geliehenen E-Books aus meiner lokalen Bibliothek ist (im Gegensatz zu beispielsweise den Kindle-Geräten, bei denen man an Amazon als Händler gebunden ist). Mithilfe des Onleihe-Angebots habe ich Zugriff auf eine große Anzahl an verschiedenen E-Books und das alles ohne zusätzliche Kosten, da die Nutzung bereits in der Jahresgebühr für meine Bibliothekskarte enthalten ist. Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit dem Gerät gemacht: die Einrichtung und das Übertragen von E-Books ist einfach (wobei ich noch nie über den integrierten Browser etwas heruntergeladen habe, sondern nur über den PC), der Reader ist vom Gewicht her sehr leicht und so klein, dass ich ihn problemlos in der Handtasche unterbringen kann. Mein Modell ist zudem wasserdicht und hat eine integrierte Hintergrundbeleuchtung, so dass ich auch im Dunkeln lesen kann. Die Schriftgröße sowie -art lässt sich individuell verstellen. Das Umblättern funktioniert durch Tippen auf den Bildschirm oder den Rücken des Geräts, mit der Reaktionszeit bin ich zufrieden. Die Akkulaufzeit soll bis zu sieben Wochen betragen, das habe ich bisher noch nicht ausprobiert, weil ich häufiger als alle sieben Wochen neue E-Books auf den Reader mittels Computer übertrage und dieser dabei automatisch aufgeladen wird. Alles in allem ist der Tolino-E-Book-Reader ein Gerät, das ich gerne weiterempfehle. Falls ihr euch nun fragt, was ihr denn darauf lesen könnt, habe ich hier ein paar sommerliche E-Book-Kurz-Tipps für euch:

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© Feder & Schwert

Allen, die eine Schwäche für das Paranormal Romance-Genre haben, könnte die Sookie Stackhouse-Serie von Charlaine Harris gefallen. Die Fernsehserie True Blood basiert auf den ersten Bänden der Reihe, weicht aber später erheblich von der Vorlage ab. Während in der Fernsehserie eher abgefahrene Sex-Szenen im Vordergrund standen, liegt der Fokus der Romane viel mehr auf der telepathisch begabten Kellnerin Sookie Stackhouse und ihren Gefühlen für die Vampire (und anderen übernatürlichen Bewohner) ihres Heimatortes Bon Temps (Louisiana). Die Romane sind stellenweise witzig, stellenweise spannend, stellenweise gefühlvoll und damit eine schöne, leichte Sommerlektüre. Der erste Band, Vorübergehend tot, ist zum Preis von 6,99 Euro als E-Book erhältlich. Wer den Roman lieber im englischsprachigen Original lesen möchte, kommt sogar noch günstiger weg: Dead until Dark ist für weniger als fünf Euro im E-Book-Form zu haben.

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© Bastei Lübbe AG

Allen Cosy Crime-Liebhaberinnen empfehle ich die Agatha Raisin-Serie (die es inzwischen auch als Fernsehserie gibt) von M.C. Beaton. Den ersten Band, Agatha Raisin und der tote Richter, habe ich bereits hier auf dem Blog ausführlicher rezensiert. Die Protagonistin der Serie ist die ehemalige PR-Beraterin Agatha Raisin, die ihren wohlverdienten Ruhestand in den idyllischen englischen Cotswolds genießen möchte, dort jedoch immer wieder in Mordfälle hineingezogen wird, die sie Miss Marple-mäßig als Amateurdetektivin löst. Der erste Band ist derzeit für schlappe 4,99 Euro als E-Book zu haben. Zu einem ähnlich niedrigen Preis gibt es auch die englische Orginalfassung mit dem Titel Agatha Raisin and the Quiche of Death.

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© Kein & Aber AG

Als letzten E-Book-Tipp habe ich noch einen meiner Dauerfavoriten für euch: Per Anhalter durch die Galaxis von Douglas Adams. Auch über diesen Roman habe ich hier bereits kurz berichtet. Von der absurd-verrückten Weltraum-Odyssee des Engländers Arthur Dent kann ich einfach nicht genug bekommen. Die Geschichte zieht mich nicht nur mit reichlich unerwarteten Wendungen in ihren Bann, sondern vor allem auch mit lustig-sympathischen Nebenfiguren wie dem depressiven Roboter Marvin. Selbst nach dem dritten Mal Lesen hat es das Buch immer noch geschafft, mich erneut zum Lachen bringen. Das E-Book ist zum Preis von 11,99 Euro erhältlich. Wer das englischsprachige Original (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) bevorzugt, kann dieses für 5,99 Euro bekommen.

Zu guter Letzt möchte ich euch noch meine neue E-Book-Reader-Hülle von Gecko Covers zeigen: IMG_3267Ich habe sie bei ebook.de gekauft, weil mich das sommerliche Design so angesprochen hat. Wie sieht es bei euch aus? Mögt ihr E-Books?


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Buchtipp: Lautlose Nacht von Rosamund Lupton

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© dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Passend zu dem doch recht kalten Wetter der letzten Tage präsentiere ich euch heute einen Buchtipp, der euch in den winterlichen Norden Alaskas entführt: Lautlose Nacht von Rosamund Lupton. Die Hauptfiguren des Romans sind die britische Physikerin Yasmin und ihre zehnjährige, gehörlose Tochter Ruby, die zusammen nach Alaska aufbrechen, um Yasmins Ehemann und Rubys Vater Matt zu besuchen, der dort als Tierfilmer arbeitet. In Yasmins und Matts Ehe kriselt es und Yasmin hofft, dass sie Matt bei ihrem Besuch wieder etwas näher kommt. Direkt bei ihrer Ankunft in Fairbanks werden Yasmin und Ruby jedoch von Polizisten empfangen, die ihnen mitteilen, dass Matt bei einem Brand in dem Inuit-Dorf, in dem er gewohnt hat, ums Leben gekommen ist. Für Yasmin steht dennoch fest, dass Matt auf keinen Fall tot sein kann und so macht sie sich gemeinsam mit Ruby selbst auf die Suche nach ihrem Mann. Dafür begeben sich die beiden auf eine waghalsige Reise über gefährliche Steilpässe und durch eine hunderte von Kilometern lange, sturmgepeitschte Eiswüste…

Mit ihrem beinahe poetischen, bildhaften Schreibstil gelingt es der Autorin perfekt, eisige, schneebedeckte Landschaften vor den Augen der Leser entstehen zu lassen. Beim Lesen sieht man direkt dicke Schneeflocken und Eiskristalle vor sich. Die Hauptfiguren, zwischen deren Perspektiven der Roman wechselt,  sind beide sehr sympathisch und als Leser fiebert man richtig mit ihnen mit und drückt ihnen die Daumen, dass sie es schaffen, Matt zu finden und lebend aus der ganzen Sache rauszukommen. Obwohl der Roman sehr spannend ist, würde ich ihn nicht unbedingt als Thriller bezeichnen (auch wenn er außen auf dem Umschlag als solcher beworben wird). Im Fokus stehen viel mehr die zwischenmenschlichen Beziehungen von Yasmin, Ruby und Matt, während der Überlebenskampf in der arktischen Kälte Alaskas eher den Hintergrund bildet. Für mich ist Lautlose Nacht ein lesenswerter, dramatisch-bewegender Familienroman vor der faszinierenden Kulisse Alaskas.

Lautlose Nacht ist in deutscher Übersetzung von Christine Blum beim dtv erschienen. Die broschierte Ausgabe kostet 14,90 Euro, das E-Book ist zum Preis von 12,99 Euro erhältlich.Wer erst einmal in das Buch hineinlesen möchte, findet auf der Verlagswebsite eine Leseprobe. Beim Argon Hörbuch Verlag ist zudem eine autorisierte Lesefassung – gesprochen von Tanja Geke – erschienen (Laufzeit: 7 h 26 min). Erhältlich ist diese als CD-Fassung für 19,95 Euro oder als Hörbuch-Download für 15,95 Euro.


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Krimi-Tipp: Weiße Magie – mordsgünstig von Steve Hockensmith mit Lisa Falco

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© dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Wer – wie ich – das Glück hat, zwischen Weihnachten und Neujahr nicht arbeiten zu müssen und zudem eine Leseratte ist, vor dem liegen jetzt noch einige Tage voll mit wertvoller Lesezeit. Für alle, die witzige, aber nicht übermäßig brutale Krimis mögen, habe ich heute einen Buchtipp.

In Weiße Magie – mordsgünstig erbt die Mittdreißigerin Alanis überraschend einen Esoterik-Laden in einer Kleinstadt in Arizona. Zu ihrer verstorbenen Mutter, einer Kleinkriminellen, die auch ihre Tochter für ihre Betrügereien benutzt hat, hatte  Alanis seit zwanzig Jahren keinen Kontakt mehr. Als sich jedoch herausstellt, dass ihre Mutter (die sich zum Zeitpunkt ihres Todes gerade Athena nannte) ermordet worden ist, fühlt Alanis sich dazu verpflichtet, der Sache auf den Grund zu gehen und nimmt dafür nolens volens die Rolle ihrer Tarot-Karten legenden Mutter ein. Schnell findet sie heraus, dass Athena mehr als nur einen Feind im beschaulichen Berdache hatte…

Was mir an dem Roman am besten gefallen hat, ist einerseits der witzig-charmante Schreibstil des Autors und andererseits die Protagonistin. Alanis ist sarkastisch, schlagfertig und auf Grund ihrer persönlichen Erfahrung im Trickbetrüger-Milieu nicht so schnell aus der Fassung zu bringen. Durch ihr Improvisationstalent kann sich Alanis aus so mancher brenzliger Situation befreien. In eingestreuten Rückblenden erfährt der Leser, wie Alanis zu dem Menschen geworden ist, der sie zum Zeitpunkt der Handlung ist, wodurch der Leser rasch Sympathie für die Hauptfigur mit der verkorksten Kindheit entwickelt. Da es sich um den ersten Band einer Krimi-Reihe handelt, steht der Mordfall an sich gar nicht so sehr im Vordergrund, stattdessen liegt der Fokus auf Alanis als Figur, die uns Lesern vorgestellt wird. Obwohl das Kartenlegen durchaus eine Rolle für die Handlung spielt, gibt es in dem Roman keine übernatürlichen Elemente. Tatsächlich ist Alanis selbst eher skeptisch, was die Aussagekraft der Tarotkarten betrifft. Ich empfehle das Buch allen Fans humorvoller Krimis, die eine Schwäche für schlagfertige Amateur-Detektivinnen haben.

In Deutschland ist Weiße Magie – mordsgünstig in der Übersetzung von Britta Mümmler beim dtv erschienen. Die Taschenbuchausgabe kostet 9,95 Euro und das E-Book ist zum Preis von 7,99 Euro erhältlich. Band 2 der Serie, Weiße Magie – Vorsicht Stufeerscheint am 13. Januar 2017.