stellabloggtfuereuch

Beauty – Bücher – Blockbuster


Hinterlasse einen Kommentar

Jahresrückblick: Meine Lese-Highlights 2018

Transparenz: Alle hier vorgestellten Bücher (bis auf Das Gold der Krähen) habe ich mir selbst gekauft. Das Gold der Krähen ist ein Rezensionsexemplar, das mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Für diesen Beitrag und die Verlinkungen darin erhalte ich keinerlei Gegenleistung.

Das Jahr 2019 ist zwar inzwischen schon einige Tage alt, aber ich möchte es trotzdem nicht versäumen, euch meine absoluten Lese-Highlights des vergangenen Jahres zu präsentieren. Hier ist also meine persönliche Top Ten des Jahres 2018:

1. Platz: Queen of Air and Darkness von Cassandra Clare

IMG_2606-680x1024

© Simon & Schuster

Ach, wie lange habe ich sehnsüchtig auf diese Fortsetzung von Lord of Shadows gewartet! Sobald der Erscheinungstermin im (ich glaube, es war) Januar bekannt gegeben worden ist, habe ich es mir direkt vorbestellt und konnte es noch am Release-Tag in den Händen halten (und los lesen). Meine Hoffnungen und Erwartungen an den Abschlussband der Die dunklen Mächte-Trilogie wurden mehr als erfüllt und ich hatte einen Riesenspaß daran, erneut in Cassandra Clares Schattenjäger-Welt abzutauchen. Da der Roman hierzulande erst im Juni auf Deutsch erscheint, möchte ich jetzt nichts weiter zur Handlung sagen, um niemanden zu spoilern – nur so viel: wem die beiden vorherigen Bände der Reihe gefallen haben, der wird auch Freude mit der Queen of Air and Darkness haben!

2. Platz: Saga (alle bisher erschienen Bände) von Brian K. Vaughan und Fiona Staples

saga_vol1-1

© Image Comics

In diesem Jahr habe ich recht viele Comics gelesen und mit Abstand am besten gefallen hat mir Saga. Wie ich bereits im Juni in meinem Review-Beitrag geschrieben habe, hat mich die Serie von der ersten Seite an vollkommen gefesselt und der Mix aus witzigen, spannenden und herzergreifenden Szenen hat mich alle neun Sammelbände hindurch mühelos bei der Stange gehalten. Leider macht das Autoren/Künstler-Team im Moment eine kreative Pause, wodurch ich dann jedoch die Gelegenheit genutzt habe, zu anderen Comics zu greifen, wie zum Beispiel…

3. Platz: Ms. Marvel von G. Willow Wilson (und wechselnden Zeichnern)

clean

© MARVEL

So habe ich in diesem Jahr die Ms. Marvel-Serie weitergelesen, deren ersten Band ich euch bereits hier vorgestellt habe. Insgesamt habe ich im letzten Jahr die Sammelbände 5 bis 9 verschlungen und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Am besten fand ich bisher den fünften Sammelband, deshalb seht ihr hier ein Bild davon.

4. und 5. Platz: Das Lied der Krähen Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo

Meiner Begeisterung über Leigh Bardugos Krähen-Duologie habe ich ebenfalls schon hier auf dem Blog Ausdruck verliehen. Sowohl der erste als auch der Abschlussband der Reihe konnten mich restlos überzeugen mit atemberaubender Spannung, sympathischen Charakteren und unerwarteten Wendungen.

6. Platz: The Towering Sky von Katharine McGee

36039298

© HarperCollins

Hierbei handelt es sich um den finalen Band einer Serie, die hierzulande unter dem Titel Beautiful Liars bei Ravensburger erschienen ist. In der Serie, die im New York der 2110er Jahre spielt, geht es um eine Gruppe Jugendlicher, deren Wege sich in einem riesigen Hochhaus kreuzen. Besonders gefallen haben mir das futuristische Setting (quasi die komplette Geschichte spielt sich in einem tausendstöckigen Hochhaus ab) und die Entwicklung der einzelnen Charaktere. Obwohl (oder gerade weil?) einige der Handlungsstränge doch etwas melodramatisch geraten sind, konnte mich die Reihe emotional mitreißen wie kaum ein anderes Buch, so dass ich ein wenig traurig bin, mich nun von den lieb gewonnenen Figuren verabschieden zu müssen. Alle, die die Reihe lieber auf Deutsch lesen, können ab März diesen Jahres erfahren, wie die Geschichte ausgeht.

7. Platz: Herding Cats von Sarah Andersen73767974-00-00Auch dieses kleine Juwel habe ich euch bereits vorgestellt. Was soll ich sagen, ich liebe die Cartoons von Sarah Andersen einfach. So sehr, dass ich in diesem Jahr einen Abreißkalender besorgt habe, der mich jeden Tag mit einer anderen kleinen Geschichte aus ihrem Leben erfreut!

8. Platz: Record of a Spaceborn Few von Becky Chambersisbn9781473647626

Machen wir es kurz: bisher habe ich ausnahmslos jeden Roman von Becky Chambers geliebt – und bei Record of a Spaceborn Few sieht das (glücklicherweise) nicht anders aus! Eine tolle, weitere Geschichte aus dem Wayfarer-Universum, die zwar eher gemächlich beginnt, aber dann recht schnell an Fahrt gewinnt (sobald man die Vielzahl an ProtagonistInnen etwas besser kennen gelernt hat) und es schaffen kann, die LeserInnen zum Nachdenken über das eigene Verhalten und die eigenen Wertvorstellungen zu bringen. Ein sehr empfehlenswerter, emotional ergreifender Science Fiction-Roman, der Ende März bei Fischer TOR auch endlich in deutscher Sprache erscheint.

9. Platz: These Broken Stars – Sofia und Gideon von Amie Kaufman und Meagan Spooner9783551583710Nachdem mir die ersten beiden Teile der Serie im letzten Jahr viel Freude bereitet haben, habe ich zu Beginn des letzten Jahres endlich den Abschlussband gelesen. Wie in den Vorgängern konzentriert sich die Handlung auf eine junge Frau und einen jungen Mann, die sich gegen den zwielichtigen Konzern LaRoux Industries zusammenschließen. Mit Hochstaplerin Sofia und Hacker Gideon hat das Autorinnen-Team es wieder einmal geschafft, sympathische und interessante Charaktere zu erschaffen. Das Ende des Buchs fand ich kurzzeitig etwas verwirrend, aber es passt gut zu dieser (wie ich finde) ungewöhnlichen YA-Science Fiction-Reihe.

Platz 10: My Lady’s Choosing von Kitty Curran & Larissa Zagerismyladyschoosing_final_72dpi_0

 

 

Dieser fabelhafte interaktive Roman dürfte LeserInnen meines Blogs ebenfalls bekannt vorkommen, aber ich werde einfach nicht müde, ihn immer wieder zu empfehlen. In diesem Buch schlüpft die Leserin in die Rolle einer verarmten Adeligen, die im England der Regency-Zeit versucht, vorteilhaft zu heiraten. Hierfür stehen ihr eine große Menge an verfügbaren Junggesellen (und eine Junggesellin) zur Verfügung, denen sie durch ihre Entscheidungen näher kommen kann. Das macht sehr viel Spaß, vor allem, da der Roman sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Eine große Empfehlung an Liebesroman-Fans mit guten Englisch-Kenntnissen und Humor! Ich wünschte wirklich, es würde mehr solche interaktiven Romanen für Erwachsene geben… falls jemand diesbezüglich einen Tipp hat, lass gerne einen Kommentar da!

Was waren eure Lese-Highlights im Jahr 2018?


Ein Kommentar

Stellas Top 3: Interaktive „Jane Austen“-Erlebnisse

Transparenz: Alle hier vorgestellten Produkte habe ich selbst käuflich erworben. Für Verlinkungen im Beitrag erhalte ich keinerlei Gegenleistung.

Heute stelle ich euch zwei Romane und ein Computerspiel vor, die euch Liebesgeschichten mit Regency-Setting erleben lassen, wie man sie sonst nur aus den Romanen von Jane Austen kennt. Allerdings sind alle drei Empfehlungen bisher nur in englischer Sprache erhältlich. Zudem sollte ich wahrscheinlich auch erwähnen, dass alle drei Medien das Thema mit einer guten Portion Humor angehen, so dass man sie durchaus als satirisch bezeichnen könnte…


Platz 3: Austen Translation von Worthing & Moncrieff

header

Austen Translation ist ein Computerspiel, in dem man in die Rolle einer heiratswilligen jungen Frau schlüpft. Man kann einen eigenen Avatar gestalten und versucht dann mit seinen Werten (Wit, Ruthlessness & Charm) einen der zufällig generierten Junggesellen von sich zu überzeugen. Dabei gibt es strategische Spiel-Elemente, die in die Story eingebunden sind. So hat man an bestimmten Punkten der Geschichte die Möglichkeit, eine Entscheidung zu treffen, die die eigenen Werte (und manchmal auch die Werte der Gegnerinnen) beeinflusst. Diese Optionen reichen von „sich selbst gut darstellen“, über das Sabotieren von OpponentInnen, was von fiesen Kommentaren bis hin zu Mordversuchen diverse Formen annehmen kann. Am Ende erfährt man dann, ob es einem gelungen ist, sich einen Heiratsantrag zu erspielen oder ob man als einsame, alte Jungfer sterben wird. Die einzelnen Spielrunden sind recht kurz, allerdings hat Austen Translation durch die Vielzahl an Stories und Optionen einen hohen Wiederspielwert. Außerdem kann sowohl solo gegen vom Computer gesteuerte Gegnerinnen als auch mit bis zu fünf realen Mitspielern gespielt werden. Austen Translation ist zum Preis von 6,99 Euro auf Steam sowohl für Windows als auch für Mac erhältlich.

Platz 2: Lost in Austen – Create your own Jane Austen Adventure von Emma Campbell Webster

9781594482588Lost in Austen ist ein interaktiver Roman, in dem die Leserin als „Elizabeth Bennet“ eine Reise durch sämtliche Jane Austen-Romane unternimmt, um einen passenden Ehemann zu finden. Dabei muss sie ihre Statuswerte (Accomplishments, Intelligence, Confidence, Connections & Fortune) im Auge behalten, da diese den Verlauf der Geschichte beeinflussen. Besonders gut gefallen hat mir an dem Buch, dass man quasi persönlich in Jane Austens Liebesromane eintauchen kann und somit auch einen ganz neuen Blick auf die Charaktere erhält. Etwas schade fand ich jedoch, dass der Romane nur eine recht geringe Anzahl an Happy Ends zulässt (und verhältnismäßig viele „Game Over“-Szenarien hat). Lost in Austen bekommt ihr als Taschenbuch für um die 13 Euro. Es gibt auch noch eine etwas günstigere Version, die unter dem Titel Being Elizabeth Bennet erschienen ist. Diese hat zwar kein so schickes Cover, kostet dafür aber auch nur um die 9,99 Euro.

Platz 1: My Lady’s Choosing von Kitty Curran & Larissa Zageris

myladyschoosing_final_72dpi_0My Lady’s Choosing ist ebenfalls ein interaktiver Roman. Hier spielt die Leserin die Rolle einer achtundzwanzigjährigen, verarmten Adligen, die einen romantischen Partner sucht, um ihre Zukunft zu sichern. Dafür stehen stehen ihr zunächst ein geistreicher, englischer Adliger, ein schroffer, aber herzensguter Schotte, ein Byron’scher Badboy sowie eine abenteuerlustige Lady als potentielle Partner zur Verfügung. Im Laufe der Geschichte trifft man Entscheidungen, die einem diesen Personen näher bringen. Unterstützt wird die Geschichte von schönen Illustrationen. Besonders gut gefallen haben mir an diesem Roman der witzig-übertriebene Schreibstil, der Genre-Mix in den einzelnen Erzählsträngen sowie die Tatsache, dass man sich auch ohne abschließende Heirat ein Happy End erarbeiten kann. My Lady’s Choosing ist als Taschenbuch für um 9,99 Euro im Handel.

 


Hinterlasse einen Kommentar

Christie des Monats: Alibi

IMG_0316Nach langer Zeit habe ich heute mal wieder einen Christie des Monats-Beitrag für euch. Nachdem ich bereits von vielen Seiten gehört hatte, dass Alibi einer der besten Poirot-Krimis sein soll, war ich besonders gespannt auf die Lektüre.

Zu Beginn des Romans hat der legendäre Meisterdetektiv sich in das ruhige, englische Dorf King’s Abbott zurückgezogen, um sich der Kürbiszucht zu widmen. Schnell beginnt der exzentrische Belgier jedoch, sich zu langweilen – da passt es doch ganz gut, dass überraschend der örtliche Großgrundbesitzer und Unternehmer Roger Ackroyd ermordet aufgefunden wird. Dessen Tod scheint irgendwie im Zusammenhang mit dem vorangegangen Selbstmord von dessen Geliebter Mrs. Ferrars zusammenzuhängen, von der im Dorf gemunkelt wird, sie hätte ihren Gatten mit Gift getötet. Mithilfe des Dorfarztes Dr. James Sheppard (und dessen Schwester, der Tratschtante Caroline Sheppard,) versucht Hercule Poirot, Licht ins Dunkel zu bringen. An Verdächtigen mangelt es ihm dabei nicht: Mr. Ackroyds Stiefsohn Ralph Paton ist verdächtigerweise spurlos verschwunden. Zwischen Mr. Ackroyds verwitwete Schwägerin, der überaus neurotischen Mrs. Cecil Ackroyd, und dem Opfer gab es häufig Uneinigkeiten über ihre Ausgaben, die von Roger Ackroyd als Geldverschwendung betrachtet wurden. Mrs. Ackroyds Tochter, die hübsche Flora Ackroyd hat sich auf Wunsch ihres Onkels dazu bereit erklärt, Ralph Paton zu heiraten, obwohl sie nichts für ihn empfindet. Mr. Ackroyds Sekretär Geoffrey Raymond scheint sehr eifrig bei der Aufklärung der Tat zu helfen wollen, während Mr. Ackroyds Haushälterin Elizabeth Russell anscheinend etwas zu verbergen hat. Mr. Ackroyds Butler John Parker entgeht eigentlich nichts, was im Herrenhaus passiert, da er sehr neugierig ist. Ist die Anwesenheit von Mr. Ackroyds Freund, dem Großwildjäger Major Hector Blunt wirklich nur ein Zufall? Hat der geheimnisvolle Fremde, den Dr. Sheppard in der Nähe des Hauses gesehen hat, etwas mit der Sache zu tun? Und was hat es mit der plötzlichen Kündigung von Mr. Ackroyds Serviermädchen Ursula Bourne auf sich? Auf dem Weg zur Lösung des Falls deckt Hercule Poirot auf seine typisch charmante Art und Weise Geheimnisse auf und lässt die Dorfpolizei durch seine Bitte, seinen Namen aus den Medien herauszuhalten, gut dastehen. Das Ende, über das hier nicht zu viel verraten werden soll, hat mich wirklich überrascht, obwohl ich bereits einige Christie-Krimis gelesen habe. Insgesamt hat mir Alibi gut gefallen, auch wenn mein Favorit unter den Poirot-Romanen weiterhin Die Morde des Herrn ABC bleibt.

Alibi ist in deutscher Übersetzung von Michael Mundhenk beim Atlantik Verlag erschienen. Die Taschenbuchausgabe kostet in Deutschland 10,00 Euro, das E-Book ist zum Preis von 8,99 Euro erhältlich. Zudem ist beim Hörverlag eine ungekürzte Lesung des Romans (allerdings in einer anderen Übersetzung von Friedrich Pütsch) mit Charly Hübner unter dem Titel Der Mord an Roger Ackroyd erschienen (Laufzeit: 6h 46 min). Diese kostet auf MP3-CD 9,99 Euro und als Download 7,95 Euro.


Hinterlasse einen Kommentar

Buchtipp: Der schwarze Thron von Kendare Blake

Transparenz: Die vorgestellten Bücher habe ich mir selbst gekauft. Für die Verlinkungen im Beitrag erhalte ich keinerlei Gegenleistung.

Normalerweise stelle ich euch bei meinen Buchtipps nur einzelne Romane vor, aber in diesem Fall mache ich eine Ausnahme und präsentiere euch ein Kendare Blake-Double Feature. Der Grund dafür: Der zweite Band von dieser Fantasy-Reihe ist einfach viel, viel besser als der erste Teil. Aber ohne den Auftaktband zu kennen, lässt sich der zweite Roman nicht verstehen, deshalb also das Double Feature.

Der schwarze Thron spielt auf der matriarchal organisierten Insel Fennbirn, auf der die Thronfolge allerdings recht martialisch geregelt ist. Die jeweilige Königin gebiert irgendwann Drillinge, die das Ende ihrer Amtszeit bedeuten. Jede der drei Töchter hat ein anderes Talent: es gibt Naturbegabte, die die Pflanzen- und Tierwelt kontrollieren können; Giftmischer, die (wie der Name schon sagt) andere vergiften können und selbst immun gegen Gift sind; sowie Elementwandler, die die Naturgewalten beeinflussen können. Die Kinder wachsen getrennt von einander bei drei verschiedenen Familien auf der Insel auf, die ihre Fähigkeiten teilen. Ab dem sechzehnten Geburtstag haben die Drillinge dann die Aufgabe, ihre beiden Schwestern zu töten, um den Thron für sich zu gewinnen. Im ersten Band Die Schwestern lernen wir Mirabella, Arsinoe und Katharine kennen. Die hübsche Mirabella ist die Königin der Elementwandler und hat sehr stark ausgeprägte Fähigkeiten. Sie wurde unter dem großen Einfluss der Insel-Priesterinnen groß gezogen, die davon überzeugt sind, dass Mirabella die nächste Königin wird. Mirabella selbst hat jedoch Skrupel, ihre Schwestern zu töten. Die burschikose Arsinoe ist bei den Naturbegabten aufgewachsen, allerdings sind ihre Kräfte auch kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag noch immer nicht erwacht. Ihre beste Freundin Jules sorgt sich um Arsinoes Zukunft, während deren Mutter versucht, der Sache mit niederer Magie auf die Sprünge zu helfen. Die schüchterne Katharine wurde von den Giftmischern aufgenommen, die nach einer langen Reihe an Giftmischer-Königinnen unbedingt an der Macht bleiben wollen und ihrer jungen Königin deshalb viel zumuten. Wer von ihnen wird sich am Ende durchsetzen können?

Ich habe zu diesen Romanen gegriffen, weil mich vor allem das matriarchale Setting neugierig gemacht hat, wovon ich mir viele interessante weibliche Figuren erhofft habe. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Es gibt viele unterschiedliche Frauenfiguren, die die Handlung entscheidend beeinflussen. Viel mehr noch als die drei Königinnen haben mich die Nebenfiguren angesprochen: Arsinoes beste Freundin Jules, die alles tun würde, um ihre Königin zu schützen – Jules‘ Mutter Madrigal, die zu unkonventionellen Maßnahmen greift, um Arsinoe zu helfen – Katharines Ersatzmutter Natalia, bei der nie ganz sicher ist, ob sie als Heldin oder als Bösewicht konzipiert wurde – Mirabellas niedliche Freundinnen Bree und Elizabeth – die hohe Priesterin Luca, die vorgibt, dem Willen der Göttin zu gehorchen, aber ihre eigenen Ziele verfolgt. Setting und Charaktere haben mir bereits im Auftaktband gefallen, was diesem jedoch gefehlt hat, ist meiner Meinung nach die Spannung. Gerade zu Beginn plätschert die Handlung doch sehr gemächlich dahin. Zu wirklich wichtigen Ereignissen kommt es erst am Schluss und das Ende könnte man durchaus als Cliffhanger bezeichnen. Das ist im zweiten Roman der Serie ganz anders: Hier herrscht praktisch durchgängig Hochspannung und eine Atmosphäre der konstanten Bedrohung zieht sich durch alle Kapitel. Unsere Königinnen haben sich – ebenso wie viele Nebenfiguren – persönlich weiterentwickelt. Atemlos bin ich viel zu schnell am Ende angekommen. Obwohl im englischsprachigen Raum bereits ein weiterer Folgeband erschienen ist, ist das Ende von Die Königin in sich geschlossen. Ich empfehle die Serie allen Fantasy-Fans, die Spaß an interessanten Protagonistinnen haben. Lasst euch vom eher lahmen ersten Band nicht abschrecken, der zweite Teil ist wirklich gut!

Der schwarze Thron – Die Schwestern sowie Der schwarze Thron – Die Königin sind in deutscher Übersetzung von Charlotte Lungstrass-Kapfer im Penhaligon Verlag erschienen. Die Paperback-Ausgaben der beiden Romane kosten (in Deutschland) je 14,99 Euro, die E-Books gibt es für je 9,99 Euro.


Hinterlasse einen Kommentar

Buchtipp: Das Gold der Krähen von Leigh Bardugo

Transparenz: Dieses Buch wurde mir kostenlos vom Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür! Für die Verlinkungen im Beitrag erhalte ich keinerlei Gegenleistung. Meine Begeisterung für diesen Roman geht zu 100% von mir selbst aus!

Bei Das Gold der Krähen handelt es sich um den Nachfolgeband zu Das Lied der Krähen (meine Rezension dazu findet ihr hier). Es ist unbedingt notwendig, zuerst den ersten Band der Serie zu lesen, um die Handlung nachvollziehen zu können. Der folgende Text enthält Spoiler für das Ende von Das Lied der Krähen.

Am Ende von Das Lied der Krähen sah es nicht gut für Meisterdieb Kaz Brekker und seine Verbündeten aus: Krämer Jan van Eck hatte sie um ihre rechtmäßige Belohnung für den Coup am Eistribunal betrogen und zu allem Überfluss auch noch „das Phantom“ Inej Ghafa entführt – Kaz‘ beste Spionin. Gemeinsam mit seinem Team setzt Kaz nun einen waghalsigen Plan in Gang, um Inej zu befreien und Jan van Eck zu ruinieren. Wie bereits im ersten Band stehen ihm dabei einige ungewöhnliche, aber durchweg sympathische Gefährten zur Seite: der Scharfschützer Jesper Fahey, der eine Schwäche für Glücksspiel hat, Jan van Ecks verstoßener Sohn, der Sprengstoffexperte Wylan, die ehemalige Grischa-Soldatin Nina Zenik, die nach der Einnahme von Parem im letzten Roman mit Entzugserscheinungen zu kämpfen hat, sowie der stoische abtrünnige Drüskelle Matthias Helvar und Kuwei Yul-Bo, Sohn des Parem-Erfinders und meist gesuchter Junge der Welt. Neben allerlei brenzligen Action-Szenen erwarten die Leser emotionale Momente zwischen den einzelnen Figuren, mehr Informationen zu den Familiengeschichten von Jesper und Wylan, eine Menge Humor und trockene Sprüche sowie ein bewegendes Finale. Als besonderes Schmankerl gibt es alle, die Leigh Bardugos Alina Starkov-Trilogie kennen, einen Gastauftritt von einigen Grischa aus Rawka, den ich persönlich sehr unterhaltsam fand.

Ich bin mir sicher, dass alle, die Das Lied der Krähen mochten, auch ihre Freude an Das Gold der Krähen haben werden. Es ist nämlich ebenso spannend, witzig und und voller „Wie zur Hölle sollen sie sich dieses Mal bloß aus der gefährlichen Situation befreien?“-Augenblicken wie der erste Teil der Reihe. Da dies der Abschlussband der Serie ist, kommt als Spannungsmoment hinzu, dass nicht zwangsläufig alle Figuren den Roman überleben müssen, so dass man als Leserin noch mehr mit seinen Lieblingsfiguren mitfiebert. Ich habe die mehr als 500 Seiten innerhalb weniger Tage regelrecht verschlungen, weil ich so gespannt auf das Ende war. (Über das Ende möchte ich hier nichts verraten, um euch die Spannung nicht zu verderben, aber ich fand es zufriedenstellend.)

Die Cover-Gestaltung des Romans finde ich passend und optisch ansprechend. Während der erste Band in Schwarz gehalten war, ist Das Gold der Krähen in seinem knalligen Orange ein echter Hingucker im Buchregal. In der vorderen und hinteren Umschlagseite sind Übersichtskarten für Ketterdam sowie die gesamte fiktionale Welt zu finden, die sehr hübsch gezeichnet sind. Die Übersetzung von Michelle Gyo ist fabelhaft, wie schon im vorherigen Band gelingt es ihr gut, eine Balance zwischen altertümlich anmutenden Begriffen, Fantasy-Wörtern und moderner Umgangssprache zu finden. Die Printversion in Klappenbroschur ist ein wenig größer als ein gewöhnliches Taschenbuch und kostet in Deutschland 16,99 Euro, das E-Book ist mit 14,99 Euro ein bisschen günstiger. Der Audiobuch-Verlag wird im Oktober eine ungekürzte Lesung mit Frank Stieren herausbringen (Laufzeit: 870 Minuten), der Preis für die MP3-CDs soll 19,95 Euro betragen.


Hinterlasse einen Kommentar

Stellas Flop 3: Enttäuschende Enden

Transparenz: Godspeed und Grischa 3: Lodernde Schwingen habe ich mir selbst gekauft, Was uns bleibt ist jetzt wurde mir kostenlos vom Randomhouse Bloggerportal zur Verfügung gestellt (vielen Dank dafür und sorry, dass es mir nicht so richtig gefallen hat.)

Kennt ihr das auch? Ihr lest eifrig einen Roman, fühlt mit den ProtagonistInnen mit, taucht vollkommen in die Handlung ein und fiebert bis zum Schluss mit – aber wenn das Ende dann kommt, seid ihr enttäuscht, verärgert oder gar entsetzt. Heute stelle ich euch meine „Flop 3“ der Romanenden vor, die mich unzufrieden grummelnd zurückgelassen haben. Wie ihr aufgrund des Titels dieses Beitrags vielleicht schon ahnt, herrscht SPOILERALARM für die Romane Godspeed: Die Reise beginntGrischa 3: Lodernde Schwingen sowie Was uns bleibt ist jetzt.

32551789-00-00Platz 3: Godspeed: Die Reise beginnt von Beth Revis

Dieser Jugendroman mit Science Fiction- und Krimi-Elementen spielt auf einem Mehrgenerationen-Raumschiff namens Godspeed. Während die siebzehnjährige Amy zusammen mit ihren Eltern im Kälteschlaf darauf wartet, dass die Godspeed einen neuen, bewohnbaren Planeten erreicht, soll Junior der Nachfolger des Anführers werden, der die Ordnung auf dem Schiff aufrecht erhält. Doch dann wird Amy fünfzig Jahre zu früh geweckt. Bald stellt sich heraus, dass das kein Unfall war und dass jemand absichtlich die tiefgefrorenen Passagiere auftaut, um diese umzubringen. Können Amy und Junior die Morde aufklären und verhindern, dass noch weitere Passagiere sterben? Der Roman hat viele Dinge, die für ihn sprechen: Das Setting auf einem durch das Weltall reisenden Raumschiffs ist gut ausgearbeitet, die Gesellschaft auf der Godspeed ist interessant zu beobachten und es gibt sympathische Nebenfiguren wie beispielsweise Juniors besten Freund Harley – ein Künstler, der jedoch vom Anführer für psychisch krank erklärt worden ist. Der zu lösende Kriminalfall sorgt dafür, dass die Geschichte spannend bleibt. Ich hatte Spaß beim Lesen, bis Amy am Ende erfährt, dass Junior derjenige war, der sie aufgetaut hat (und zwar weil er scharf auf sie war sich unsterblich in sie verliebt hat). Diese Enthüllung an sich hat mich jedoch weniger schockiert als Amys Reaktion darauf. Als Junior Amy seine Tat gesteht, ist sie froh darüber, dass er zumindest ehrlich zu ihr ist. Wie bitte??? Der Typ hat deine Chance zunichte gemacht, auf einem fremden Planeten ein neues Leben zu beginnen! Seinetwegen musst du nun deine verbleibende Lebenszeit auf einem muffigen, autoritär regierten Raumschiff verbringen! Ein bisschen Wut wäre hier meiner Meinung nach durchaus angebracht…

9783646926736Platz 2: Grischa 3: Lodernde Schwingen von Leigh Bardugo

Bevor Leigh Bardugo die Welt mit Das Lied der Krähen beglückt hat, veröffentlichte sie die Grischa-Trilogie, die in derselben fiktionalen Welt spielt. Im Mittelpunkt der Serie steht Waisenmädchen Alina Starkov, das überraschend ihre übersinnliche Grischa-Kräfte entdeckt. Es gibt auch hier viele Sachen, die mir an der Romanreihe gefallen haben: ich mag das Konzept von mit Grischa-Kräften ausgestatteten Menschen; das ans russische Zarenreich angelehnte Setting ist mal was anderes und das Buch wartet mit zahlreichen faszinierenden Nebenfiguren auf wie beispielsweise Alinas Antagonisten, dem mysteriösen Dunklen, den Alina gleichzeitig fürchtet, aber auch irgendwie begehrt, oder dem schlagfertigen Prinzen Nikolai oder ihrer Freundin Genya, die sich durch nichts unterkriegen lässt. Alina als Heldin hingegen fand ich eher schwierig, da ihr Verhältnis zu ihren Kräften die meiste Zeit über ambivalent war. Daher hat mich das Ende auch nicht wirklich überrascht, aber schon irgendwie enttäuscht. Anstatt ihre sehr starken und nützlichen Kräfte als Teil ihrer Identität anzunehmen, opfert Alina diese. Am Ende ist Alina wieder ein ganz normales (machtloses) Bauernmädchen, das ganz darin aufgeht, zusammen mit ihrer Jugendliebe ein Kinderheim, in dem Dorf, in dem sie selbst aufgewachsen ist, zu betreiben. Da kann meine innere Feministin nur mit den Augen rollen…

9783570311479Platz 1: Was uns bleibt ist jetzt von Meg Wolitzer

Seit dem Verlust ihrer ersten großen Liebe Reeve ist Jam einfach untröstlich. Ihre Eltern stecken sie daraufhin in ein Internat für traumatisierte Teenager, wo Jam einen ganz besonderen Literaturkurs belegt. In diesem gibt ihr die Lehrerin Mrs Q ein Tagebuch, das es Jam erlaubt, mental in die Zeit vor dem schrecklichen Ereignis zurückzureisen.  Wie besessen füllt Jam immer mehr Seiten des Buches, um weiterhin Zeit mit Reeve verbringen zu können. Doch was wird geschehen, wenn auch die letzten Seiten des Buchs beschrieben sind? Die Antwort auf diese Frage lautet in diesem Fall: eine große Enttäuschung. Ich wollte diesen Roman wirklich mögen. Die Idee, mit einem Tagebuch mental in der Zeit zurückzureisen, finde ich nämlich super und auch die Nebenhandlungen und -figuren haben mir ebenso gut gefallen wie der Schreibstil. Aber als ich am Ende erfahren habe, dass Reeve gar nicht tot ist und dass Jam sich die Beziehung zu ihm bloß eingebildet hat, fühlte mich veräppelt und als Leserin nicht ernst genommen. Meine gesamte Empathie für Jam basierte schließlich auf deren nachvollziehbarer Trauer und während sie zuvor wie ein verständlicherweise verstörter Teenager wirkte, sieht nach der Enthüllung eher wie ein verwöhntes Gör aus, das nicht damit zurecht kommt, wenn sie einmal nicht alles bekommt, was sie haben will. Schade!

Wart ihr schon einmal von einen Romanende so richtig enttäuscht? Oder habt ihr eines der drei Bücher gelesen und seid anderer Meinung als ich? Lasst gern einen Kommentar da!


Hinterlasse einen Kommentar

Sachbuch-Tipp: Der Ernährungskompass von Bas Kast

Transparenz: Dieses Buch habe ich selbst gekauft und empfehle es weiter, weil es mir persönlich gefällt. Ich erhalte für meinen Beitrag und die gesetzten Links keinerlei Gegenleistung vom Verlag.9783570103197

Zugegeben, normalerweise mache ich eher einen großen Bogen um sämtliche Erzeugnisse der Diätindustrie, inklusive Ernährungsratgeber. Was mich letztendlich dazu gebracht hat, dem Ernährungskompass eine Chance zu geben, war weniger der doch recht prätentiöse Untertitel Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung, sondern viel mehr der Name des Autoren. Wissenschaftsjournalist Bas Kast konnte mich bereits mit seinen früheren (populärwissenschaftlichen) Publikationen Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt sowie Wie der Bauch dem Kopf beim Denken hilft begeistern, was vor allem an seiner Kombination aus sorgfältiger Recherche, gut verständlichem, aber dennoch präzisem Schreibstil und seinem professionellen Umgang mit wissenschaftlichen Studien liegt. Seit ich selbst in den Genuss einer wissenschaftlichen Ausbildung gekommen bin, habe ich mich bei Sachbüchern zu so einer Art Quellen-Fetischistin entwickelt: es ist mir vollkommen unbegreiflich, wie einige andere populärwissenschaftliche Bücher es wagen können, teilweise komplett auf Quellenverweise zu verzichten; wenn ich ein Sachbuch zur Hand nehme, erwarte ich schließlich, dass mir die Arbeit, selbst nach den im Buch erwähnten Studien suchen zu müssen, abgenommen wird – worin liegt denn sonst der Mehrwert des entsprechenden Buches?

Nun aber zurück zum eigentlichen Thema – quellenverweistechnisch ist der Ernährungskompass nämlich, wie man es von Herrn Kast gewohnt ist, erste Sahne (bitte entschuldigt das Wortspiel). Während sich die AutorInnen anderer Ernährungsratgeber gezielt die Studien zusammensuchen, die ihre Auffassung von gesunder Ernährung stützen, geht Herr Kast in diesem Buch genau andersherum vor: er schaut sich eine große Anzahl an Studien zu diesem Thema an und leitet davon ausgehend Regeln für gesunde Ernährung ab. Dieser Ansatz gefällt mir sehr gut.

Das Buch besteht aus einer Einführung, zwölf Kapiteln sowie einem Epilog. In der Einführung berichtet der Autor davon, wie gesundheitliche Probleme ihn dazu motiviert haben, sich mit gesunder Ernährung auseinander zu setzen und erklärt, worum es ihm in dem Buch geht. Die persönliche Note des Einführungsteils fand ich ansprechend und auch die vier Kernfragen („Wie nimmt man effizient ab?“, „Wie schützt man sich mit seiner Ernährung vor Krankheiten?“, „Wie lassen sich Ernährungsmythen von den Fakten trennen?“, „Kann man mit einer sorgfältig zusammengestellten Kost die biologische Uhr austricksen und den Alterungsprozess aufhalten?“, S. 15) haben meine Neugier geweckt. In den darauffolgenden beiden Kapiteln lernen die LeserInnen mehr über Proteine. Diese Kapitel sind mit unterhaltsamen Zusammenfassungen wissenschaftlicher Studien, Schaubildern, persönlichen Anekdoten und kurzen Unterkapiteln, die sich schnell mal zwischendurch lesen lassen, ansprechend aufbereitet. Am Ende der Protein-Kapitel gibt es eine kurze Zusammenfassung mit einem Bild von einer Kompassnadel, in der empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Lebensmittel knapp und übersichtlich aufgelistet sind. Darauf folgt ein Intermezzo zum Thema ideale Ernährungsweisen, das – vereinfacht gesagt – darauf hinausläuft, dass es nicht eine universell gültige, optimale Ernährungsform für jeden Menschen gibt, sondern dass jeder für sich selbst herausfinden muss, welche Art und Weise des Essens am besten zum eigenen Körper und dessen Bedürfnissen passt. In den nächsten drei Kapiteln dreht sich alles um Kohlenhydrate. Hierbei bekommt Zucker ein eigenes Kapitel, ein weiteres setzt sich mit Low-Carb Diäten auseinander und das dritte widmet sich gesunden Kohlenhydraten. Wie bereits bei den Protein-Kapiteln gibt es am Ende eine kurze Zusammenfassung und das Kompassnadel-Bild mit empfehlenswerten und weniger empfehlenswerten Lebensmitteln. Auf ein weiteres Intermezzo zum Thema Getränke folgen drei Kapitel, die den LeserInnen Fette näher bringen. Auch die Fettkapitel schließen mit einer kurzen Zusammenfassung und der Kompassnadel-Lebensmittel-Übersicht. Im elften Kapitel lernen wir mehr über Nahrungsergänzungsmittel und im zwölften Kapitel geht es um das richtige Timing des Nahrungsmittelverzehrs. Zum Schluss erwartet die LeserInnen ein Epilog mit zwölf Ernährungstipps, die alle auf den im Laufe des Buches gesammelten Erkenntnissen basieren. Sind diese Ernährungstipps besonders innovativ, neu und überraschend? Nein, das nicht unbedingt. Vieles von dem, was man dort liest, hat man auch schon anderswo gesehen. ABER durch die vorangegangen Erklärungen verstehen die LeserInnen nun besser, warum diese Regeln gelten und welche Vorteile das Einhalten dieser für sie haben kann.

Insgesamt habe ich das Gefühl, nach Lesen des Ernährungskompasses nun fachkundigere Entscheidungen über mein Essverhalten treffen zu können. Besonders positiv aufgefallen an dem Buch ist mir, wie herrlich undogmatisch es an das Thema herangeht. Durch das Eingeständnis, dass es eben nicht eine universell gültige ideale Ernährungsweise gibt, werden die LeserInnen dazu ermutigt, verschiedene Ernährungsformen selbst auszuprobieren und sich quasi von ihrem Körper sagen zu lassen, welche davon am besten für sie geeignet ist. Erfreulich fand ich zudem, dass der Ratgeber nicht zu sehr auf das Thema Gewichtsverlust fixiert ist. Obwohl es in einer der vier Kernfragen genau darum geht, hat das Buch auch LeserInnen, die nicht abnehmen, sondern sich einfach nur gesund ernähren wollen, einiges zu bieten. Insgesamt kann ich den Ernährungskompass uneingeschränkt allen empfehlen, die sich umfassend über das Thema (gesunde) Ernährung informieren wollen.

In Deutschland ist Der Ernährungskompass von Bas Kast bei C. Bertelsmann erschienen. Die Hardcover-Ausgabe kostet 20,00 Euro und das E-Book gibt es für 16,99 Euro. Wer Hörbücher bevorzugt, kann sich den Ernährungskompass in ungekürzter Form (Laufzeit: 9 Stunden, 48 Minuten) von Herbert Schäfer vorlesen lassen – der Download kostet 21,95 Euro.