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Buchtipp: Pilates – Das komplette Trainingsbuch von Stefanie Rahn und Christian Lutz

IMG_0013In diesem Jahr habe zum ersten Mal mit einem Pilates-Kurs angefangen – da traf es sich super, dass auf bloggdeinbuch.de gerade bloggende LeserInnen für Pilates – Das komplette Trainingsbuch von Stefanie Rahn und Christian Lutz aus dem Meyer & Meyer Verlag gesucht wurden. Das Buch richtet sich sowohl an Pilates-Praktizierende als auch an TrainerInnen. Nach einem kurzem Vorwort gibt es eine kleine Einführung dazu, was Pilates ist und wie es entstanden ist, bevor es direkt ab Seite 18 in die Praxis geht. Zunächst erläutert das Autoren-Team die Grundlagen des Trainings, was durch die Einbindung von praktischen Übungen nie langweilig wirkt. Danach werden einzelne Pilates-Übungen detailliert vorgestellt. Den größten Teil des Buches nehmen dann speziell zusammengestellte Übungsprogramme ein, bei denen für wirklich jeden das Richtige dabei sein dürfte.



Ich als Pilates-Neuling finde bei dem Buch besonders gut, dass alle Übungen mit Schritt-für-Schritt Anleitungen und Fotos ganz genau erklärt werden, wodurch ich mich auch an Übungen herangetraut habe, die zuvor vollkommen neu für mich waren. Bei dem Kapitel, in dem die Übungen einzeln vorgestellt werden, steht zudem immer dabei, was die jeweilige Übung bewirken soll, so dass auch Anfänger sich selbst ein Programm zusammenstellen können, das auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Von den fertig zusammengestellten Programmen habe ich bisher nur die beiden Starter-Programme ausprobiert. Beide Starter-Übungsprogramme sind meiner Erfahrung nach gut für Pilates-Beginner wie mich geeignet, im Laufe der Zeit werde ich sicherlich noch weitere der Programme ausprobieren. Außerdem gefällt mir, dass für die meisten Übungen außer einer Gymnastikmatte kein weiteres Equipment benötigt wird – im Teil mit den Übungsprogrammen gibt es zwar einen Abschnitt, der sich mit Pilates-Ball, -Rolle sowie elastischem Band beschäftigt, dieser ist jedoch vergleichsweise kurz. Für fortgeschrittene TurnerInnen sowie TrainerInnen stehen bei den Übungen und Programmen noch einige Extra-Tipps, wie beispielsweise Variationen der Übungen oder häufige Fehler bei der Ausführung. Noch ein paar Worte zu der Aufmachung des Buches: das eher schlichte Titelbild stimmt die Leser schon mal darauf ein, dass bei dem Buch die einzelnen Übungen im Mittelpunkt stehen. Die Printausgabe des Buchs ist mit ihren knapp 380 Seiten relativ schwer, was jedoch den Vorteil hat, dass das Buch aufgeschlagen liegen bleibt, wenn man es neben seine Matte legt. Das Autoren-Team leitet selbst Pilates-Studios und wirkt sehr kompetent (auch durch das Einbeziehen von Literaturverweisen aus Fachzeitschriften). Insgesamt ist Pilates – Das komplette Trainingsbuch ein gut gelungenes Nachschlagewerk für Pilates-Interessierte, das ich gerne weiterempfehle! Erhältlich ist das Buch zum Preis von 28,00 Euro (Printausgabe) bzw. 21,99 Euro (E-Book) direkt beim Verlag oder in eurer Lieblingsbuchhandlung.

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Buch-Tipp: Das Lied der Krähen von Leigh Bardugo

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© Droemer Knaur

Das Lied der Krähen wurde ja pünktlich zur Veröffentlichung von einer großen Marketing-Kampagne begleitet, die auch an mir nicht spurlos vorüber gegangen ist. Nachdem ich viele begeisterte Rezensionen zu dem neuen Roman von Leigh Bardugo gelesen habe, konnte ich schließlich nicht mehr widerstehen und habe mir das Buch ebenfalls gekauft. Zuvor hatte ich von der Autorin bereits den Auftaktband zu ihrer Grischa-Trilogie, Goldene Flammen, gelesen. Obwohl mir das Worldbuilding und der Schreibstil ganz gut gefallen haben, konnte ich mit der Liebesgeschichte, die im Zentrum der Reihe steht, nicht so viel anfangen – mir war das Ganze stellenweise zu klischeehaft, kitschig und vorhersehbar.

Wie bereits die Grischa-Trilogie, spielt auch Das Lied der Krähen in Bardugos fiktivem Grishaverse (Grischaversum?), einer Welt, in der es Menschen mit angeborenen übernatürlichen Fähigkeiten gibt, die als Grischa bezeichnet werden. Im Mittelpunkt des Fantasy-Abenteuers stehen sechs Außenseiter, die einen gefährlichen Auftrag annehmen: Sie sollen einen Wissenschaftler aus einem ausbruchssicheren, ausländischen Gefängnis befreien. Dieser hat nämlich eine Droge erfunden, die die Kräfte der Grischa extrem verstärken kann. Logischerweise hätten viele Regierungen den Wissenschaftler deshalb gern auf ihrer Seite. Für unsere sechs (Anti-?)HeldInnen beginnt damit ein Wettlauf gegen die Zeit. Anführer der Truppe ist der Kriminelle Kaz Brekker, der sich den Ruf erarbeitet hat, dass ihm kein Auftrag zu schmutzig ist. An seiner Seite stehen Inej Ghafa, eine ehemalige Sexsklavin, die von Kaz als Spionin rekrutiert worden ist sowie Scharfschütze Jesper Fahey, der mit dem angebotenen Lohn seine Spielschulden begleichen will. Zusätzlich nimmt Kaz noch Nina Zenik in sein Team auf, eine Grischa, die mithilfe ihrer übernatürlichen Kräfte die Körperfunktionen von Menschen beeinflussen kann, sowie den Gefängnisinsassen Matthias Helvar, den eine leidenschaftliche Hass-Liebe mit Nina verbindet. Als letztes Mitglied kommt Wylan van Eck als Sprengstoff-Experte dazu, der nach einem privilegiertem Leben in der Oberschicht Ketterdams in den Slums der Stadt gelandet ist. Gemeinsam machen die Sechs sich auf ins frostige Fjerda, um ihren gefährlichen, aber sehr gut bezahlten Auftrag zu erfüllen.

Während ich bei der Grischa-Trilogie Schwierigkeiten damit hatte, überhaupt eine der Figuren sympathisch zu finden (mit Ausnahme von Genya), kann ich bei Das Lied der Krähen gar nicht entscheiden, welchen Charakter ich am liebsten mag. Jeder der sechs Protagonisten hat eine interessante Hintergrundgeschichte und ist so beschrieben, dass die Leserin sich gut in ihn hineinversetzen und seine Beweggründe nachvollziehen kann. Zu Beginn des Buches braucht man ein wenig, um sich in die Handlung hineinzufinden, da die einzelnen Kapitel abwechselnd jeweils aus der Sicht einer anderen Person erzählt werden, aber spätestens ab dem vierten Kapitel steckt man so tief in den Geschehnissen drin, dass dies nicht weiter störend ist. Die Geschichte wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf und bleibt bis zum Ende hin durchgängig spannend, so dass ich die mehr als 500 Seiten innerhalb weniger Tage durchgelesen hatte. Das Lied der Krähen kann ich also bedenkenlos an (Urban) Fantasy-Fans weiterempfehlen!

In Deutschland ist Das Lied der Krähen in der Übersetzung von Michelle Gyo beim Knaur Verlag erschienen. Die Ausgabe in Klappenbroschur kostet 16,99 Euro, während das E-Book zum Preis von 14,99 Euro erhältlich ist. Die englischsprachige Originalausgabe ist unter dem Titel Six of Crows erschienen, die Taschenbuch-Ausgabe bekommt man hierzulande für ca. 10 Euro und das E-Book für 4,99 Euro.