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Beauty – Bücher – Blockbuster

Buchtipp: Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

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© S. FISCHER Verlag GmbH

 

Während ich im Sommer lieber zu leichten, witzigen Büchern greife, kann es im Herbst und Winter für mich ruhig etwas düsterer werden. Meine postapokalyptischen Lieblingsromane habe ich euch hier ja bereits vorgestellt und jetzt, nachdem ich Am Ende aller Zeiten gelesen habe, hat ein weiterer Roman Einzug in meine Favoriten-Liste gehalten. Die Hauptfigur der Geschichte ist Edgar, ein Familienvater Mitte 30, der von seinem privilegierten, aber langweiligen Leben in einem Vorort von Edinburgh genervt ist. Dies ändert sich schlagartig, als die gesamte Nordhalbkugel der Erde von mehreren Asteroiden getroffen wird und dadurch die öffentliche Ordnung komplett zusammenbricht. Es gelingt Edgar zwar, seiner Familie während der Asteroiden-Einschläge das Leben zu retten, aber im Verlauf der Handlung wird er von seiner Frau und seinen beiden Kindern getrennt. Während Edgars Familie mit einem Hubschrauber nach Cornwall geflogen worden ist, um dort mit Schiffen auf die weniger beschädigte Südhalbkugel gebracht zu werden, sitzt Edgar weiterhin im zerstörten Edinburgh fest, wo wenige Überlebende um die knappen Ressourcen kämpfen. Schließlich fasst Edgar den Entschluss, zu seiner Familie zu stoßen – allerdings muss er dafür in kürzester Zeit beinahe komplett England durchqueren und zwar zu Fuß. Eine große Herausforderung für Edgar, der seine Abende vor dem Weltuntergang lieber im Pub oder auf der Couch als im Fitness-Studio verbracht hat. Eine bunte Mischung aus anderen Überlebenden – darunter ein australischer Postbote im Ruhestand, ein Rocker, ein englischer Gentleman sowie eine Soldatin – leistet Edgar auf seiner beschwerlichen Reise Gesellschaft.

Der Charme des Romans liegt für mich natürlich einerseits im (Anti-)Helden Edgar und seiner persönlichen Weiterentwicklung, andererseits aber auch in den Beschreibungen des postapokalyptischen Edinburgh und England, was daran liegt, dass ich viele der erwähnten Orte persönlich schon einmal besucht habe. Dem Autor gelingt es leicht, seine Leser mit der düsteren Atmosphäre in den Bann zu ziehen – ich habe den Roman innerhalb von drei Tagen verschlungen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, wie es mit Edgar und seinem „End of the World Running Club“ (so der Original-Titel) weiter geht. Vor allem die Begegnungen mit anderen Überlebenden auf der Reise sorgen in diesem Buch für Spannung, da nicht alle Unbekannten Edgars Truppe wohlgesinnt sind. Obwohl es einige aufregende Action-Szenen gibt, steht Edgars Persönlichkeitsentwicklung im Zentrum der Handlung – was ich persönlich jedoch als positiv empfunden habe. Ich würde  Am Ende aller Zeiten  allen Lesern empfehlen, die postapokalyptische Settings mögen und denen es bei solchen Romanen nicht nur auf stumpfe Action, sondern auch auf realistisch dargestellte zwischenmenschliche Beziehungen ankommt.

In Deutschland in  Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker in der Übersetzung von Nadine Püschel und Gesine Schröder im FISCHER Verlag erschienen. Auf der Website zum Roman von FISCHER Tor gibt es zahlreiche Extras wie zum Beispiel eine Leseprobe, eine Videobotschaft des Autors oder ein Interview mit dem Autor. Die Taschenbuchausgabe kostet 14,99 Euro und das E-Book ist zum Preis von 12,99 Euro erhältlich. Zudem ist beim Argon Hörbuchverlag eine ungekürzte Lesung (Laufzeit 12:29 h) mit Uve Teschner erschienen, die CD-Fassung kostet 24,95 Euro.

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