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Northanger Abbey – reloaded

Ein Kommentar

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© HarperCollins

Zu Jane Austen habe ich zugegebenermaßen ein eher gespaltenes Verhältnis: einerseits liebe ich die zauberhaften BBC-Verfilmungen ihrer Romane, andererseits kann mich ihr Schreibstil selbst leider nicht so wirklich fesseln. Vor drei Jahren habe ich angefangen, Jane Austens Northanger Abbey zu lesen und dümple bis heute noch irgendwo in der Mitte des Buchs herum, weil ich mich nicht richtig zum Weiterlesen motivieren kann, obwohl ich die Grundidee des Romans (für einen fantasievollen Bücherwurm verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion) klasse finde. Da trifft es sich gut, dass ich dank Blogg dein Buch das literarische Remake des Klassikers testlesen darf – geschrieben wurde die Neufassung von Val McDermid, die zu meinen Lieblingskrimiautorinnen gehört.

Die Geschichte wurde gegenüber dem Original kaum verändert: Die siebzehnjährige Pfarrerstochter Catherine Morland bekommt die Chance, ihr Heimatdorf mit Freunden ihrer Familie, Mr. und Mrs. Allen, für einen Urlaub zu verlassen. Während es für das Gruselroman-Fangirl in Jane Austens Fassung nach Bath geht, darf die Catherine des 21. Jahrhunderts zum Kulturfestival nach Edinburgh reisen. Dort lernt sie den charmanten Gentleman Henry Tilney und dessen Schwester Eleanor kennen und wird zu ihrer großen Freude auf den Familiensitz Northanger Abbey eingeladen, der mit seiner düsteren Atmosphäre sofort Catherines Fantasie (vielleicht ein bisschen zu sehr) anregt…

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Blick auf Princes Street und New Town

Besonders gefallen an Val McDermids Roman hat mir die Verlegung des Settings von Bath nach Edinburgh, weil ich die Stadt Edinburgh einfach liebe. Ich war schon mehrfach dort und habe viele der genannten Orte wiedererkannt und mich an die schönen Momente, die ich in der schottischen Hauptstadt erlebt habe, zurückerinnert.

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❤ Edinburgh ❤

Gut fand ich auch, dass Val McDermid die Story und die Figuren von Jane Austen kaum verändert hat. Allerdings geht die Autorin weniger harsch mit ihrer Protagonistin um und macht sich nicht so sehr über sie lustig wie Jane Austen im Original. Der Neufassung fehlt es dadurch jedoch auch etwas an dem subtilen Humor, der Jane Austens Romane auszeichnet. Schade ist zudem, dass durch die pseudo-altertümlichen Formulierungen nur wenig von Val McDermids individuellem Schreibstil zu spüren ist. Immerhin ist diese pseudo-altertümliche Sprache weniger sperrig als in Jane Austens Northanger Abbey, so dass ich Val McDermids Fassung jedem empfehlen kann, der sich für Jane Austens Werk zwar interessiert, aber sich auf Grund von erwarteten Sprachbarrieren (noch) nicht an die Originale herantraut. Außerdem eignet sich der Roman super zur Einstimmung auf das nächste Edinburgh Book Festival! Da in dem Roman die persönliche Entwicklung von Catherine und ihre Liebesgeschichte mit Henry im Vordergrund stehen, werden Krimi-Fans mit Northanger Abbey eher nicht glücklich werden – wer einen richtigen Kriminalroman mit Jane Austen-Flair sucht, dem rate ich dazu, P.D. James‘ Der Tod kommt nach Pemberley eine Chance zu geben.

Northanger Abbey von Val McDermid ist in deutscher Übersetzung von Doris Styron im HarperCollins Verlag erschienen. Das E-Book könnt ihr für 15,99 Euro direkt auf der HarperCollins-Website herunterladen, die Hardcover-Version erhaltet ihr für 19,90 Euro in der Buchhandlung eures Vertrauens.

Meine Lieblingsverfilmung von Northanger Abbey ist übrigens der 2006er BBC-Film mit Felicity Jones (bekannt aus Die Entdeckung der Unendlichkeit) in der Hauptrolle. Auf DVD ist der Film online sowie im Elektronik- und Buchhandel für um die 15,00 Euro erhältlich.

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Ein Kommentar zu “Northanger Abbey – reloaded

  1. Hier muss ich leider auch sagen, dass ich die Verfilmungen der Bücher von Jane Austen einfach klasse finde, mit den Bücher allerdings etwas Schwierigkeiten habe. Schade eigentlich, hier finde ich doch mal tatsächlich Filme besser als Bücher, was sonst eher anders herum ist… LG, britti

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