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Beauty – Bücher – Blockbuster

(Jugend-)Buchtipp: The Diviners

Ein Kommentar

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© dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG

Bei diesem Roman hat mich als erstes das geheimnisvoll düstere Buchcover angesprochen. Als ich dann den Klappentext gelesen hatte, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt haben muss: ein Setting im New York der 1920er Jahre (wie originell!), eine Protagonistin mit einem übernatürlichen Geheimnis (genau das Richtige für mich!) und ein grausiger Ritualmord, der aufgeklärt werden muss – wie könnte ich da widerstehen?

1926: Die siebzehnjährige Evangeline „Evie“ O’Neill hat es sich auf einer wilden Party mit den braven Bürgern ihrer kleinen Heimatstadt in Ohio verscherzt und wird – zur Strafe – von ihren Eltern zu ihrem Onkel Will geschickt, der in New York City das Museum für Amerikanisches Volkstum, Aberglauben und Okkultes betreibt. In New York erwarten Evie allerhand Abenteuer von einer eher unerfreulichen Begegnung mit einem charmanten Taschendieb bis hin zu aufregenden Parties, bei denen der (wegen der Prohibition illegale) Alkohol in Strömen fließt. Evie lebt sich schnell ein und findet neue Freunde: ihre alte Bekannte Mabel Rose, die schon lange in Jericho, den attraktiven Assistenten von Evies Onkel Will verliebt ist, die Tänzerin Theta, die dabei ist, sich in den bekannten Revuen von Florenz Ziegfeld junior ganz nach vorne zu tanzen, sowie Thetas Freund Henry, der das Gefühl hat, zu Höherem bestimmt zu sein, als dazu stumpfsinnig-eingängige Lieder für die Ziegfeld-Revuen zu komponieren. Evies Welt wird jedoch durch eine Reihe von Ritualmorden erschüttert, bei denen ihr Onkel von der Polizei als Berater hinzugezogen wird: mithilfe ihrer übernatürlichen Fähigkeit, Gegenständen durch Anfassen die Geheimnisse ihres Besitzers zu entlocken, könnte sie die Polizei auf die richtige Spur bringen – aber soll Evie sich wirklich als Wahrsagerin outen?

In einem weiteren Handlungsstrang erleben wir zusammen mit Memphis Campbell die  Harlem-Renaissance. Der siebzehnjährige Afroamerikaner träumt davon, ein berühmter Dichter wie Langston Hughes zu werden – seinen Lebensunterhalt verdient er jedoch damit, den Laufburschen für einen Unterwelt-Boss zu spielen. Ebenso wie Evie hatte auch Memphis früher übernatürliche Fähigkeiten – er war ein Wunderheiler – die er jedoch mit dem Tod seiner Mutter wieder verloren hat.

Beide Plots werden schließlich zusammen geführt, wie genau, das soll aus Spannungsgründen nicht verraten werden. Libba Bray gelingt es hervorragend, in dem Roman eine ganz besondere Atmosphäre aufzubauen – beim Lesen kann man sich wilde Flapper beim Party machen wirklich bildlich vorstellen. Getragen wird das Buch vor allem durch die unwiderstehliche Hauptfigur Evie: mehr als einmal hat mich ihre Keckheit zum Schmunzeln gebracht. Obwohl The Diviners als Jugendbuch (ab 14 Jahren) vermarktet wird, kann man – wie ich finde – auch als Erwachsener gut lesen. The Diviners: Aller Anfang ist böse ist der Auftakt zu einer vierteiligen Serie – im ersten Band bleiben einige spannenden Fragen offen, die dann wohl in den Folgeromanen wieder aufgenommen werden.

In Deutschland ist The Diviners: Aller Anfang ist böse in der Übersetzung von Barbara Lehnerer beim dtv erschienen. Das gebundene Buch kostet 19,95 Euro und das E-Book ist für 15,99 Euro erhältlich. Außerdem gibt es eine (ungekürzte) Hörbuch-Fassung für 19,99 Euro.

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Ein Kommentar zu “(Jugend-)Buchtipp: The Diviners

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